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DFL erhält 100 Millionen Euro als Darlehen von adidas
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) bekommt im Rahmen einer Zukunftspartnerschaft ein Darlehen von 100 Millionen Euro von Sportartikelhersteller adidas. Das DFL-Präsidium um Sprecher Hans-Joachim Watzke stimmte einer entsprechenden Rahmenvereinbarung mit dem Weltkonzern einstimmig zu, wie der Ligaverband am Dienstagnachmittag bestätigte. Im Zuge der Kooperation wurde auch der bislang von 2026 bis 2030 datierte Spielball-Deal mit dem Weltkonzern vorzeitig um vier Jahre bis 2034 verlängert.
Diese Zukunftspartnerschaft sei "bedeutend für den Ligaverband", sagte DFL-Präsident Hans-Joachim Watzke: "Adidas und die DFL werden gemeinsam zu einer positiven Zukunft des deutschen Profifußballs beitragen. Das Finanzierungsmodell bietet in gesamtwirtschaftlich dynamischen Zeiten eine wichtige Option, in das Wachstum der Bundesligen zu investieren." Er sehe in dem Deal "ein beispielhaftes Signal über den Fußball hinaus".
Das Unternehmen aus Herzogenaurach stellt demnach die 100 Millionen Euro "zu partnerschaftlichen Konditionen" für die nachhaltige Weiterentwicklung der Bundesliga bereit. Das Geld geht dabei nicht direkt an die 36 Klubs, diese werden jedoch gemeinsam über die Verwendung des Betrags durch die DFL entscheiden. Damit sollen in Wachstumsfeldern Zukunftsprojekte wie die Stärkung der Zentralvermarktung vorangetrieben werden.
Von den 100 Millionen Euro des Darlehens dürfen laut Bild wohl maximal 20 Millionen Euro pro Saison abgerufen werden. Adidas bietet laut des Berichts einen Zinssatz von 1,5 Prozent. Falls das Darlehen in Anspruch genommen werde, müssten laut Bild deutlich weniger als die 100 Millionen Euro plus Zinsen zurückgezahlt werden. Dies liege daran, dass das Darlehen mit Kooperationsgeschäften wie dem vorzeitig verlängerten Spielball-Deal von adidas und der DFL verrechnet wird.
Ab kommender Saison wird für acht Jahre in der Bundesliga und 2. Bundesliga sowie beim Franz Beckenbauer Supercup, in der Relegation zwischen Bundesliga und 2. Bundesliga und beim neu etablierten U21-Wettbewerb Bundesliga Talent Series ein offizieller Spielball von adidas eingesetzt. Man wolle die Zukunft der deutschen Topligen "aktiv" mitgestalten, betonte adidas-CEO Björn Gulden. Die beschlossene Partnerschaft habe "eine neue Dimension".
Seit dem nach Fanprotesten gescheiterten Investorendeal Anfang 2024 ist der Ligaverband auf der Suche nach Alternativen, um seinen Kapitalbedarf zu decken. Die ersten Gespräche mit adidas sollen bereits im Sommer 2024 stattgefunden haben, nun gab es "nach sehr konstruktiven Verhandlungen" eine Einigung. Für die Liga seien "nachhaltige Investitionen elementar, um die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Profifußballs zu sichern", betonte DFL-Geschäftsführer Marc Lenz.
E.Hall--AT