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Ohne Maske in Bussen und Bahnen: Verpflichtung zu Mund-Nasen-Schutz fällt weg
Erstmals seit fast drei Jahren können Reisende im Fernverkehr der Bahn die Fahrt ohne Corona-Schutzmaske antreten. Und auch im Nahverkehr endeten am Donnerstag in den letzten Bundesländern die Vorschriften zur Maskenpflicht. FDP-Fraktionschef Christian Dürr begrüßte das Ende der Maskenpflicht als "überfällig". Nun sei es an der Zeit, "beim Tragen von Masken auf Eigenverantwortung zu setzen", sagte Dürr der Nachrichtenagentur AFP.
"Bei der derzeitigen Infektionslage sind Eingriffe in die Grundrechte von Menschen, ganz egal welcher Intensität, einfach nicht mehr zu rechtfertigen", sagte Dürr. Er wies darauf hin, dass die FDP schon seit Monaten auf ein Ende der Maskenpflicht hingewirkt habe.
Mit dem Ende der Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr gibt es nur noch wenig coronabedingte Einschränkungen - so etwa die Verpflichtung zum Maskentragen in Pflegeheimen und Krankenhäusern. In einigen Bundesländern gilt noch eine Isolationspflicht bei Corona-Infektionen, doch soll auch diese bald auslaufen.
Die FDP drängte auf ein Ende aller Einschränkungen. "Das Ende aller Corona-Maßnahmen ist absehbar", erklärte Christine Aschenberg-Dugnus, die Gesundheitsexpertin der FDP-Bundestagsfraktion. Wichtig sei nun, "dass wir die politischen Entscheidungen der letzten drei Jahre evaluieren und daraus unsere Lehren ziehen", forderte sie. "Damit wir in Zukunft besser vorbereitet sind, sollte zeitnah eine Enquete-Kommission eingesetzt werden."
Die Maskenpflicht im bundesweiten Fernverkehr war im Mai 2020 eingeführt worden - kurz nachdem die Pandemie Deutschland erreicht hatte. Die Maskenpflicht im Personenverkehr hatte immer wieder Ärger an Bord der Züge verursacht. Die Bahn etwa registrierte im vergangenen Jahr ein Viertel mehr Übergriffe auf Beschäftigte als im Jahr zuvor. Sie führte dies vor allem auf die Durchsetzung der Maskenpflicht zurück. Bahngewerkschafter hatten von teils aggressiven Angriffen bis hin zu schweren Verletzungen berichtet.
T.Sanchez--AT