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Islamistischer Kämpfer aus Deutschland zu sechs Jahren Haft verurteilt
Wegen Mitgliedschaft in einer syrischen Islamistenmiliz hat das Düsseldorfer Oberlandesgericht einen Mann zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Der deutsche Staatsangehörige Akram El A. soll für sechs Jahre in Haft, wie das Gericht am Dienstagabend mitteilte. Der Staatsschutzsenat sprach den Mann auch wegen versuchten Totschlags und Terrorismusfinanzierung schuldig.
Die Richter sahen es demnach als erwiesen an, dass A. zwischen 2012 und 2014 dreimal nach Syrien gereist war, um die als salafistisch eingestufte syrische Vereinigung Ahrar al-Sham zu unterstützen. Diese nahm laut Gericht eine führende Rolle im Kampf gegen die Regierung von Staatschef Baschar al-Assad ein.
A. beteiligte sich demzufolge auch an Kampfeinsätzen und schoss erfolglos mit einem Maschinengewehr auf feindliche Kämpfer. In Deutschland beschaffte er sich den Angaben zufolge militärische Ausrüstung zur Vorbereitung, darunter auch Gefechtskleidung und ein Zielfernrohr.
Der Beschuldigte gab in dem Prozess an, er habe sich in Syrien in einem Flüchtlingslager aufgehalten und dort Arbeiten verrichtet. Dies sah das Gericht durch Videoaufnahmen sowie überwachte Telefonate und Chatverläufe als widerlegt an. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
A.Clark--AT