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Französischer Spitzenkoch Veyrat übergibt Restaurant in den Alpen an seine Tochter
Ein Soufflé mit britischem Cheddarkäse soll der Grund gewesen sein, dass der französische Spitzenkoch Marc Veyrat den dritten Michelin-Stern für ein Restaurant in den Alpen verloren hatte: Nun legt er das Schicksal des 2019 heruntergestuften Restaurants in die Hände seiner Tochter Elise.
"Ich hoffe, Elise wird das Restaurant, das ich ihr übertrage, mit Leidenschaft führen und mit den Gästen ebenso glücklich sein, wie ich es war", sagte der 72-Jährige der Zeitung "Le Dauphiné Libéré" vom Mittwoch. Veyrats Restaurant "Maison des Bois" in Manigod in den französischen Alpen ist seit drei Jahren geschlossen. Der renommierte Gastronomieführer hatte ihm Anfang 2019 den dritten Stern gestrichen.
Der häufig mit einem breitkrempigen schwarzen Hut auftretende Spitzenkoch war wegen der Herabstufung vor Gericht gezogen, wurde aber abgewiesen. Laut Veyrat hatten ihm die Testesser fälschlicherweise vorgeworfen, für ein Käsesoufflé minderwertigen Cheddarkäse anstatt des regionalen Reblochon verwendet zu haben. Michelin begründet die Vergabe und den Entzug seiner Sterne nicht öffentlich.
"Kommt mir bloß nicht mehr mit Sternen. Nie wieder", sagte Veyrat nun der Regionalzeitung. Der Michelin-Führer habe sich überlebt; er spreche nur aus, was viele dächten. Seiner 25 Jahre alten Tochter wolle er bei der Neueröffnung helfen, doch wolle er "im Hintergrund bleiben", sagte Veyrat weiter. Es sei sein größter Traum, dass sie in diesem Beruf Erfolg habe.
Die Michelin-Sterne gelten als eine der wichtigsten Restaurant-Auszeichnungen weltweit. Sie tragen entscheidend zur Bekanntheit von Köchen bei - sind aber wegen der hohen Ansprüche und des ständigen Drucks auch eine große Bürde.
Veyrat hatte im "Maison des Bois" regionale Küche mit Wildkräutern, Blumen und Pflanzen angeboten. Er will im Dezember ein weiteres Restaurant mit dem Namen "Shuss by Marc Veyrat" im Wintersportort Megève eröffnen.
B.Torres--AT