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Papst Leo feiert bei Paris-Besuch Messe auf dem Place de la Concorde
Papst Leo XIV. will bei seinem Frankreichbesuch im September eine Messe in Paris auf der Place de la Concorde und der sich anschließenden Prachtstraße Champs-Elysées feiern. Etwa eine halbe Million Menschen werden zu dem Gottesdienst unter freiem Himmel am 26. September erwartet, teilte der Pariser Erzbischof Laurent Ulrich am Freitag mit. Am Vorabend ist ein Treffen mit Jugendlichen im Stade de France im Pariser Vorort Saint-Denis geplant.
Papst Leo wird vom 25. bis 28. September in Frankreich zu einem Staatsbesuch erwartet. Es ist der erste dieser Art seit dem Besuch von Papst Benedikt XVI. im Jahr 2008.
Nach seiner Ankunft am Freitag ist eine Vesper in der Pariser Kathedrale Notre-Dame mit Priestern, Diakonen und Seminaristen geplant. Am Sonntag will der Papst den Pilgerort Lourdes besuchen und dort ebenfalls eine Messe unter freiem Himmel feiern. Nach Lourdes kommen traditionell viele kranke und behinderte Menschen, um dort Hoffnung zu finden.
Der Papstbesuch endet mit einem eher politischen Teil in der ostfranzösischen Stadt Metz, dem Heimatort von Robert Schuman, einem der Gründerväter der EU. Die katholische Kirche hat ein Verfahren eingeleitet, um Schuman selig zu sprechen. Schuman war ein überzeugter Christ, der nach dem Zweiten Weltkrieg für Frieden und die Versöhnung mit Deutschland eintrat. Schuman wurde in Luxemburg geboren, lebte aber überwiegend in Metz, wo er auch bestattet ist.
Papst Leo will am Montagnachmittag in der Kathedrale von Metz, einem gotischen Meisterwerk, eine weitere Messe abhalten. Es ist damit zu rechnen, dass er sich in Metz auch zur Bedeutung Europas und der deutsch-französischen Freundschaft äußert.
Bislang steht noch nicht fest, wann und in welchem Rahmen Leo mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zusammentrifft, was Teil eines Staatsbesuchs ist.
Leos Vorgänger Franziskus war drei Mal nach Frankreich gereist, aber nie zu einem Staatsbesuch, sondern jeweils zu bestimmten Anlässen. 2014 warb er vor dem Europaparlament in Straßburg für die Achtung der Menschenwürde, 2023 hielt er eine mahnende Rede zum Umgang mit Mittelmeerflüchtlingen in Marseille, und 2024 besuchte er Korsika, wobei es ebenfalls um das Thema Migration ging.
Eine Einladung zur prunkvollen Wiedereröffnung der Pariser Kathedrale Notre Dame gut fünf Jahre nach der Brandkatastrophe hatte Franziskus abgelehnt, weil ihm die Veranstaltung zu mondän war. Macron hatte dazu zahlreiche Staats- und Regierungschefs und Prominente eingeladen, unter ihnen den damals bereits gewählten, aber noch nicht vereidigten US-Präsidenten Donald Trump und den rechtsgerichteten Milliardär Elon Musk.
Macron hatte Franziskus zwei Mal im Vatikan getroffen und sich mehrfach telefonisch mit ihm ausgetauscht. Macron stattete Papst Leo im April seinen Antrittsbesuch im Vatikan ab.
Die katholische Kirche ist in Frankreich weiterhin stark damit beschäftigt, zahlreiche Missbrauchsfälle aufzuarbeiten. Zugleich gibt es erhöhtes Interesse junger Menschen am Katholizismus, dabei aber auch stark traditionalistische Tendenzen.
E.Flores--AT