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Auffällige Wettquoten: Nobelinstitut vermutet Spionage beim Friedensnobelpreis
Nach dem Bekanntwerden auffälliger Wettquoten unmittelbar vor der Verkündung des Friedensnobelpreises an die venezolanische Oppositionspolitikerin María Corina Machado vermutet das Nobelinstitut Spionage. "Es handelt sich sehr wahrscheinlich um Spionage", sagte der Direktor des Nobelinstituts, Kristian Berg Harpviken, am Samstag dem norwegischen Fernsehsender TV2. Zuvor war bekannt geworden, dass sich kurz vor der Verkündung des Preises die Wettquoten für Machado deutlich geändert hatten.
Die angenommene Wahrscheinlichkeit für eine Auszeichnung von Machado war am Donnerstagabend auf der Wettplattform Polymarket innerhalb weniger Stunden von knapp vier Prozent auf fast 73 Prozent gestiegen. Dabei hatte zuvor kein Experte die Oppositionelle aus Venezuela zu den Favoriten für den Nobelpreis gezählt, der ihr am Freitag in Oslo zuerkannt wurde.
"Es ist kein Geheimnis, dass das Nobelinstitut Opfer von Spionage ist", sagte Harpviken. Dies sei "schon seit Jahrzehnten so", beklagte er. "Es ist klar, dass unsere Institution für Akteure, die Informationen suchen, von Interesse ist - seien es Staaten oder andere Organisationen." Die Motive könnten "sowohl politischer als auch wirtschaftlicher Natur sein".
Der Direktor des Nobelinstituts kündigte eine gründliche Untersuchung an. "Falls nötig, werden wir die Sicherheit weiter verstärken." Der Name des Nobelpreisträgers ist in jedem Jahr vor seiner Verkündung nur äußerst wenigen Menschen bekannt - gekürt wird der Preisträger von den fünf Mitgliedern des Nobelkomitees.
M.O.Allen--AT