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Cold Case um 1993 in Bayern getötete Sabine wird vor Gericht neu aufgerollt
Fast 32 Jahre nach der Tötung eines Mädchens auf einem Reiterhof im bayerischen Wiesenfeld wird der Fall neu aufgerollt. Der Angeklagte wurde Ende 2024 verurteilt, wobei das Landgericht Würzburg aber Rechtsfehler machte, wie der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe in einem am Freitag veröffentlichten Beschluss feststellte. Die 13 Jahre alte Sabine war im Dezember 1993 gestorben, der Fall konnte lange Zeit nicht aufgeklärt werden. (Az. 1 StR 254/25)
Er galt als Cold Case. Erst durch neue Ermittlungsmethoden kam er wieder ins Rollen. Ein Mann von inzwischen Ende 40 wurde wegen Mordes angeklagt. Das Landgericht kam zu dem Schluss, dass er Sabine als 17-Jähriger im Zusammenhang mit einem Sexualdelikt ermordet habe. Es verurteilte ihn zu einer Jugendstrafe von sechseinhalb Jahren.
Der Angeklagte wandte sich an den BGH, um das Urteil überprüfen zu lassen. Dieser stellte nun fest, dass die Beweiswürdigung des Landgerichts lückenhaft und widersprüchlich sei. Eine andere Strafkammer in Würzburg muss nun neu über den Fall verhandeln und entscheiden.
W.Nelson--AT