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Französischer Polizist muss wegen Mordes von Jugendlichem vor zwei Jahren vor Gericht
Ein französischer Polizist, der 2023 in einem Vorort von Paris einen Jugendlichen erschossen hatte, muss sich wegen Mordes vor Gericht verantworten. Der Prozess gegen den Beamten, dem Mord an dem 17-jährigen Nahel Merzouk vorgeworfen wird, könnte im zweiten oder dritten Quartel 2026 stattfinden, teilte das Gericht im Pariser Vorort Nanterre am Dienstag mit. In dem Ort hatte sich der Vorfall, der vor zwei Jahren tagelange Unruhen ausgelöst hatte, ereignet.
Der Polizist hatte am 27. Juni 2023 in Nanterre bei einer Verkehrskontrolle den 17-jährigen Nahel Merzouk angehalten, der ohne Führerschein am Steuer eines Mercedes unterwegs war. Auf einem Video ist zu sehen, wie der Beamte aus kurzer Entfernung auf ihn schoss, als sich das Auto in Bewegung setzte. Der Vorfall hatte in Frankreich heftige Proteste ausgelöst.
Nichts deute darauf hin, dass der Beamte unter den gegebenen Umständen berechtigt war, seine Waffe einzusetzen, stellten die zuständigen Ermittlungsrichter fest. Das Verfahren gegen den Kollegen des beschuldigten Polizisten, der bei dem Vorfall anwesend war, wurde hingegen eingestellt.
Zuletzt hatte es in Frankreich neue Spannungen wegen Rassismus gegeben. Ein Franzose soll am Wochenende im Süden des Landes einen tunesischen Nachbarn erschossen, einen türkischen Nachbarn verletzt und dazu rassistische Hassvideos verbreitet haben.
P.A.Mendoza--AT