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Woidke schließt weitere Evakuierungen in Brandenburg wegen Waldbränden nicht aus
Angesichts sich ausbreitender Waldbrände schließt Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) weitere Evakuierungen in dem östlichen Bundesland nicht aus. "Wir müssen damit rechnen, dass sich die aktuelle Lage weiter verschärfen kann", sagte Woidke am Sonntagabend im Rundfunksender RBB. Es könne sein, "dass es zu weiteren Evakuierungen kommt".
"Die Lage sucht ihresgleichen", sagte Landesbranddirektor Michael Koch. Woidke bezeichnete die Situation als "deutlich dramatischer als 2018". Neben Feuerwehrleuten aus Brandenburg und Sachsen-Anhalt seien auch Feuerwehrleute aus Berlin, Bundeswehrsoldaten und das Technische Hilfswerk im Einsatz. Insgesamt seien 1400 Kräfte vor Ort.
Der Waldbrand in der Nähe des brandenburgischen Treuenbrietzen war am Sonntagabend außer Kontrolle. Rund 600 Bewohnerinnen und Bewohner mussten vorübergehend ihre Häuser verlassen. Die Einsatzleitung ordnete nach Angaben der Stadt Treuenbrietzen nacheinander die Evakuierung der drei Ortsteile Tiefenbrunnen, Frohnsdorf und Klausdorf an. Zuvor hatten sich die Flammen in dem waldreichen Gebiet südlich von Berlin trotz andauernder Löscheinsätze auf etwa 200 Hektar ausgedehnt. Starke Winde heizten die Flammen immer wieder an.
Ebenfalls im Südwesten von Berlin mussten nach dem Ausbruch eines Waldbrands nahe Beelitz drei Straßen der Stadt evakuiert werden, wie Bürgermeister Bernhard Knuth dem RBB sagte. Bewohner anderer Straßen wurden aufgefordert, sich ebenfalls auf eine mögliche Evakuierung vorzubereiten. Nach Angaben des Bürgermeisters brennen auch bei Beelitz rund 200 Hektar. Dort versuchten 1000 Einsatzkräfte, die Flammen einzudämmen.
N.Mitchell--AT