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Ein Jahr Bewährungsstrafe für Polizist aus Nordrhein-Westfalen wegen brutaler Kontrolle
Das Landgericht im nordrhein-westfälischen Aachen hat einen Polizisten wegen einer brutalen Kontrolle in seiner Freizeit zu einer einjährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Schuldig gesprochen wurde er wegen Körperverletzung im Amt, wie eine Gerichtssprecherin am Montag mitteilte. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der Polizist im September 2021 in seiner Freizeit zunächst das Opfer am Steuer eines Autos gesehen hatte.
Da er wusste, dass ihm der Führerschein entzogen worden war, informierte der 39-Jährige die Leitstelle und forderte einen Streifenwagen an. Dieses hielt das Auto in Alsdorf an. Der Polizist stellte sich neben seine Kollegen, als diese das Opfer aufforderten, sein Auto zu verlassen.
Dieser Aufforderung kam der Mann nicht nach, weil der nun verurteilte Polizist vor Ort war. Zwischen beiden war es bereits im Januar 2018 zu Auseinandersetzungen gekommen. Der 39-Jährige vermittelte seinen Kollegen jedoch, dass von dem Mann Gefahr ausgehe. Er gab an, dass es bei einer ähnlichen Kontrolle zu einer langen Verfolgungsfahrt gekommen sei, womit er den Polizisten bewusst die Unwahrheit sagte.
Da sich der Mann immer noch weigerte auszusteigen, zerstach der 39-Jährige die Reifen des Autos und zerschlug nach Ankündigung das Fenster der Fahrertür mit einem Schlagstock. Nach der Öffnung der Tür versuchten die hinzugerufenen Polizisten vergeblich, den Mann aus dem Wagen zu ziehen. Im weiteren Verlauf sprühte der 39-Jährige dem Opfer Reizgas ins Gesicht. Anschließend trat und schlug er ihn mit dem Schlagstock gegen den Arm. Der Mann wurde dabei verletzt.
W.Moreno--AT