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Umstrittener Umbau: Katholische Hedwigskathedrale in Berlin wiedereröffnet
Nach jahrelangen Umbaumaßnahmen ist die katholische Hedwigskathedrale in der Berliner Innenstadt wiedereröffnet worden. Das Gotteshaus solle als Einladung an alle Menschen verstanden werden - "an jene, die an Gott glauben, und an die, die ihre Lebensorientierung ohne Gott leben", sagte der Berliner Erzbischof Heiner Koch am Sonntag laut vorab verbreitetem Predigttext anlässlich der Wiedereröffnung. Die großen und einladenden Tore der Kathedrale stünden allen offen.
Die Sanierung der ab 1747 gebauten katholischen Hauptkirche am Bebelplatz, die noch unter Kochs Vorgänger Rainer Maria Woelki geplant wurde, kostete nach Angaben des Erzbistums 44,2 Millionen Euro, also etwas mehr als die ursprünglich veranschlagten 40 Millionen Euro. Die noch laufende Sanierung des benachbarten erzbischöflichen Bernhard-Lichtenberg-Hauses, das auch einen Neubau bekommt, kostet laut Erzbistum wohl 78 statt 60 Millionen Euro.
Beim Umbau der Kirche, die im Zweiten Weltkrieg ausgebrannt war und bis 1963 restauriert wurde, wurde unter anderem die zur Unterkirche führende charakteristische Bodenöffnung unter der Kuppel der Kathedrale geschlossen. Dies hatte für teils heftigen Streit gesorgt, weil Kritiker die Zerstörung des "herausragenden Gesamtkunstwerks der Nachkriegsmoderne" befürchteten. Eine Klage führte zum vorübergehenden Baustopp, wurde letztlich aber abgelehnt.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner zeigte sich erfreut, dass die "älteste und bedeutendste katholische Kirche in Berlin" nun ihre Pforten öffne und in neuem Glanz erstrahle. Wegner sprach beim Eröffnungsgottesdienst am Sonntag von einer "aufwendigen Baumaßnahme". Die Kirche sei aber auch ein besonderes Gebäude, so seien unter anderem Steine der Berliner Mauer im neuen Altar verarbeitet worden.
W.Moreno--AT