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EU sendet Löschflugzeuge gegen Waldbrände auf Madeira
Die Europäische Union leistet Portugal Hilfe im Kampf gegen Waldbrände auf der Urlaubsinsel Madeira. Zwei Löschflugzeuge aus Spanien trafen am Donnerstag auf Madeira ein, wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im Onlinedienst X mitteilte. "Dies ist praktizierte EU-Solidarität", schrieb sie.
Die Maschinen vom Typ Canadair und ihre Besatzung sollen die portugiesischen Behörden unterstützen, um eine weitere Ausbreitung der Feuer zu verhindern. Wegen der seit gut einer Woche wütenden Waldbrände auf Madeira hatte Portugal die EU am Dienstag um Hilfe angerufen. Im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens liefert das EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus den lokalen Behörden zudem Satellitenbilder über die Ausbreitung der Feuer.
Zuletzt drohte der Waldbrand auf einen Lorbeerwald überzugreifen, der von der UN-Kulturorganisation Unesco zum Weltnaturerbe gezählt wird. Nach letzten Angaben von Copernicus auf X brannten in der Umgebung 4937 Hektar nieder. Mehr als 200 Einwohner der Insel vor der westafrikanischen Küste mussten vor den Flammen zwischenzeitlich in Sicherheit gebracht werden, Menschen kamen vorerst aber nicht zu Schaden.
Insgesamt stehen der EU nach den Brüsseler Angaben aktuell 28 Löschflugzeuge und vier Hubschrauber zum Kampf gegen Waldbrände zur Verfügung. Mehr als 560 Feuerwehrleute aus zwölf Mitgliedsländern können im Krisenfall nationale Brigaden unterstützen.
M.O.Allen--AT