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Fälschungen von 200- und 500-Euro-Scheinen haben stark zugenommen
Die Zahl der gefälschten Banknoten in Deutschland ist im ersten Halbjahr deutlich gestiegen: Die Bundesbank zog rund 26.700 falsche Euro-Banknoten im Nennwert von knapp 2,9 Millionen Euro aus dem Verkehr, zehn Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Besonders stark stieg die Anzahl der falschen 200- und 500-Euro-Banknoten.
"Mit den gefälschten 200- und 500-Euro-Banknoten wurden vor allem betrügerische Geschäfte mit Luxuswaren wie Schmuck, Goldbarren, Uhren und Autos abgewickelt", erklärte am Freitag Bundesbank-Vorstandsmitglied Burkhard Balz. Da mehr "große" Scheine gefälscht wurden, stieg die Schadensumme stark: um 66 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr.
Der Anstieg der falschen 500-Euro-Noten betrug 293 Prozent, bei den 200-Euro-Scheinen nahmen die Fälschungen um 87 Prozent zu.
Den höchsten Anteil (37 Prozent) an den Fälschungen haben aber nach wie vor falsche Fünfziger, danach folgen mit 20 Prozent die 20-Euro-Noten. Fast nie gefälscht werden Fünf-Euro-Scheine.
Weiterhin hoch ist laut Bundesbank auch der Anteil einfacher Fälschungen, auf deren Vorderseite oben links unter der EU-Flagge die Wörter "Movie Money" aufgedruckt sind; es gibt auch Scheine, auf deren Rückseite klein "Prop copy" steht. Bei einigen dieser Fälschungen ist der Aufdruck "Movie Money" auch überdeckt und durch die Imitation einer Unterschrift ersetzt.
"Trotzdem bleibt das Falschgeldaufkommen weiterhin niedrig", erklärte Balz. Rein rechnerisch entfielen sechs falsche Banknoten auf 10.000 Einwohner.
Falschgeld wird nicht ersetzt. Die Bundesbank rät, Banknoten nach dem Prinzip "Fühlen-Sehen-Kippen" zu prüfen. Auf der Vorderseite der Geldscheine sind zum Beispiel Teile des Druckbildes zu fühlen. Die Hologramm-Elemente verändern sich beim Kippen der Scheine, das Wasserzeichen ist nur in der Durchsicht zu erkennen. Dabei empfehle es sich, eine verdächtige Banknote mit einer zweifelsfrei echten zu vergleichen und stets mehrere Sicherheitsmerkmale zu betrachten.
W.Nelson--AT