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Prozess um tödliche Silikonölspritze in Penis und Hoden
Ein 46-Jähriger muss sich seit Freitag vor dem Landgericht Wuppertal verantworten, weil er einem Mann eine Spritze mit Silikonöl in Penis und Hoden verabreicht haben soll. Der Mann starb in der Folge. Zum Auftakt wurde die Anklage verlesen, wie ein Gerichtssprecher sagte. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Körperverletzung mit Todesfolge vor.
Laut Anklage soll der 46-Jährige das Silikonöl im Juli 2019 einem damals 32 Jahre alten Mann injiziert haben. Zu dem verbotenen Eingriff kam es demnach in der Wohnung des 46-Jährigen. Der 32-Jährige soll mit der Silikonölinjektion einverstanden gewesen sein. Die riskante Methode steht meist im Zusammenhang mit Penisvergrößerungen.
Dem Angeklagten soll bewusst gewesen sein, dass Injektionen mit Silikonöl approbierten Ärzten vorbehalten sind. Über eine entsprechende Qualifikation verfügte der Mann nicht, weshalb ihm auch ein Verstoß gegen das Heilpraktikergesetz vorgeworfen wird. Der Anklage zufolge hätte der Mann bei entsprechender Sorgfalt erkennen können, dass die Injektion gesundheitsschädliche oder tödliche Folgen auslösen kann.
Laut den Vorwürfen erlitt der 32-Jährige nach der Injektion eine Blutvergiftung und anschließend ein Multiorganversagen. Dies führte zu seinem Tod. Das Gericht setzte zwei weitere Verhandlungstage bis zum 4. August fest.
E.Rodriguez--AT