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US-Justiz klagt im Kampf gegen Fentanyl chinesische Unternehmen an
Im Kampf gegen die verheerende Droge Fentanyl haben die USA vier chinesische Unternehmen und acht Chinesen angeklagt. Wie US-Justizminister Merrick Garland am Freitag sagte, sollen die Angeklagten Chemikalien zur Herstellung des synthetischen Opioids in die USA geschmuggelt haben. Zwei der Verdächtigen wurden den Angaben zufolge festgenommen.
"Diese Unternehmen und ihre Mitarbeiter haben sich wissentlich verschworen, um tödliches Fentanyl für einen Verkauf in den USA herzustellen", sagte Garland bei einer Pressekonferenz. "Allein eines dieser in China ansässigen Unternehmen hat mehr als 200 Kilogramm chemische Ausgangsstoffe für Fentanyl für die Herstellung von 50 Kilogramm Fentanyl in die USA verschifft." Die Menge sei theoretisch ausreichend, um "25 Millionen Amerikaner" zu töten.
Die Anklagen richten sich gegen die Unternehmen Hubei Amarvel Biotech, Anhui Rencheng Technology, Anhui Moker New Material Technology und Hefei GSK Trade. Unter den acht angeklagten Chinesen sind Manager und Mitarbeiter der Unternehmen.
Das synthetisches Opioid Fentanyl wird als Pille, Pulver oder Flüssigkeit angeboten und wirkt 50 Mal stärker als Heroin. Die Droge ist für die Mehrheit der tödlichen Überdosen in den USA verantwortlich. In den vergangenen beiden Jahren starben jeweils mehr als 100.000 Menschen in dem Land an den Folgen einer Überdosis. Fentanyl wird auch legal für starke Schmerzmittel verwendet.
Fentanyl lässt sich vergleichsweise einfach und zu geringen Kosten herstellen. Laut den US-Behörden sind die Hauptquellen für illegales Fentanyl in den USA mexikanische Drogenkartelle. Die für die Produktion notwendigen Chemikalien kommen demnach in erster Linie aus China. Die nun verkündeten Anklagen gegen die chinesischen Unternehmen sind die ersten, in denen es um einen Schmuggel von chemischen Ausgangsstoffen für die Herstellung von Fentanyl aus China in die USA geht.
A.Ruiz--AT