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Mutmaßliche IS-Anhängerin in Kiel festgenommen
Die Bundesanwaltschaft hat in Kiel eine Deutschalgerierin festnehmen lassen, die in zwei ausländischen Islamistengruppen Mitglied gewesen sein soll. Sara B. sei 2013 mit ihrem Baby nach Syrien gereist, um sich der Vereinigung Dschunud al-Scham anzuschließen, teilte die Karlsruher Behörde am Mittwoch mit. Mit ihrem Mann, einem islamistischen Kämpfer, habe sie sich später der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen.
Die beiden hätten zunächst ein Haus bewohnt, dessen ursprüngliche Bewohner von der Dschunud al-Scham vertrieben worden seien. B. habe den Haushalt geführt und die Kinder im Sinn der IS-Ideologie erzogen. Sie habe zwei Schusswaffen gehabt und den Umgang damit gelernt. Nach dem Tod ihres ersten Manns habe sie einen verwundeten IS-Kämpfer geheiratet, den sie gepflegt habe, um seine Kampfkraft herzustellen.
Vom IS habe sie Geld erhalten, erst 2018 sei sie nach Deutschland zurückgekehrt. B. werden auch Kriegsverbrechen gegen Eigentum, die Verletzung der Fürsorge- oder Erziehungspflicht und ein Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vorgeworfen. Sie sitzt in Untersuchungshaft.
O.Ortiz--AT