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Zwei Tunesier wegen Anschlag vor US-Botschaft in Tunis zum Tode verurteilt
Nach einem Selbstmordattentat vor der US-Botschaft in Tunis im Jahr 2020 sind nun zwei Menschen zum Tode verurteilt worden. Aufgrund des in Tunesien geltenden Moratoriums für Hinrichtungen werde die Strafe auf lebenslange Haft hinauslaufen, wie örtliche Medien am Dienstag berichteten.
Bei der am 6. März 2020 durch zwei auf einem Motorroller sitzende Selbstmordattentäter ausgelösten Explosion war neben den Attentätern auch ein Polizist getötet worden. Vier weitere Beamte und ein Zivilist wurden verletzt. Der Sprengsatz detonierte neben einem Streifenwagen vor der stark gesicherten US-Botschaft in einem Vorort von Tunis.
Nach dem Anschlag wurden fünf Menschen festgenommen. Ein Gericht verurteilte zwei der Beschuldigten zum Tode, einen dritten zu lebenslanger Haft. Die beiden anderen erhielten Haftstrafen von drei und vier Jahren.
Seit der Revolution im Jahr 2011 hat es in Tunesien mehrere dschihadistische Angriffe gegeben, bei denen Sicherheitskräfte, Zivilisten und ausländische Touristen ums Leben kamen. Die Behörden haben nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren große Fortschritte im Kampf gegen die Gewalt der Dschihadisten gemacht.
Ch.Campbell--AT