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Letzte Versammlung von synodalem Weg in Frankfurt am Main gestartet
In Frankfurt am Main hat am Donnerstag die fünfte und letzte Versammlung des sogenannten synodalen Wegs der katholischen Kirche in Deutschland begonnen. Die Vorsitzende des Zentralkomitees deutscher Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp, sagte vor Beginn der Beratungen zu dem Reformprojekt, diese sollten "mit fassbaren Ergebnissen" am Samstag zu Ende gehen.
Stetter-Karp räumte gleichzeitig ein, dass die jüngste Kritik des Vatikans unter den deutschen Bischöfen Wirkung zeige. Es gebe vor Beginn der Synodalversammlung eine "relativ große Anspannung, weil die römischen Interventionen wirken". So habe es in den Probeabstimmungen der Bischöfe "relativ viele Enthaltungen" gegeben. Stetter-Karp forderte die Bischöfe auf, sich in den Abstimmungen klar zu positionieren und nicht zu enthalten.
Die aus Laien und Klerikern - darunter die Mitglieder der Bischofskonferenz - bestehenden Synodalen wollen bis Samstag zehn weitere Texte beraten und verabschieden. Nachdem der Vatikan zuletzt immer deutlicher seine Kritik am synodalen Weg äußerte, ist offen, ob alle Texte durchkommen. Das Abstimmungsverhalten der Bischöfe kann hier entscheidend werden.
Stetter-Karp hielt trotz der Kritik aus Rom an den Reformforderungen aus Deutschland fest. "Wir wollen diese Kirche zukunftsfest machen", sagte sie. Auch der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Georg Bätzing, bekräftigte seine Forderung nach grundlegenden Reformen in der katholischen Kirche. "Diese meine Kirche verdient es, dass wir sie nicht einfach lassen, wie sie ist", sagte der Limburger Bischof.
Stetter-Karp und Bätzing stehen gemeinsam an der Spitze des synodalen Wegs. Bätzing räumte ein, dass die Bischöfe bei den bisherigen Beratungen nicht immer die gleiche Energie aufbrachten wie die Laienvertreter. Stetter-Karp betonte zum Auftakt des Treffens, dass mit der letzten Synodalversammlung das deutsche Reformstreben nicht ende. "Es ist nicht zu Ende, es fängt gerade erst an", sagte sie.
Der von Klerikern und Laien gemeinsam geführte synodale Weg wurde 2019 beschlossen, um angesichts der Missbrauchsskandale der katholischen Kirche besonders strittige Themen wie die kirchliche Sexualmoral, die Rolle der Frau in der Kirche oder das Priesteramt zu diskutieren und Reformvorschläge vorzulegen. Der Vatikan und Papst Franziskus begleiteten das Projekt allerdings mit wachsender Skepsis und lehnten zuletzt einen als Ergebnis geplanten dauerhaften synodalen Rat kategorisch ab.
M.King--AT