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US-Regierung will Fusion von Fluggesellschaften Jetblue und Spirit verhindern
Die US-Regierung will die geplante Fusion der Billigfluggesellschaften Jetblue und Spirit verhindern. Das Justizministerium in Washington reichte am Dienstag eine kartellrechtliche Klage ein, mit der das milliardenschwere Geschäft blockiert werden soll. Das Ministerium argumentiert, die geplante Übernahme von Spirit durch Jetblue würde gegen geltendes Wettbewerbsrecht verstoßen. Eine Übernahme würde zu "höheren Preisen und weniger Optionen" für "dutzende Millionen Reisende" führen.
Jetblue hatte im Juli 2022 angekündigt, seinen Konkurrenten Spirit für 3,8 Milliarden Dollar (3,6 Milliarden Euro) kaufen zu wollen. Dadurch wäre die fünftgrößte US-Airline nach den als "Big Four" bekannten Fluggesellschaften American, United, Delta und Southwest entstanden.
Eigentlich hatte sich Spirit mit der US-Fluggesellschaft Frontier zusammenschließen wollen. Dann grätschte aber Jetblue dazwischen und legte ein für die Spirit-Aktionäre attraktiveres Angebot vor.
Jetblue hat erklärt, mit der Übernahme von Spirit den "Big Four" besser Konkurrenz machen zu wollen. Am Montag erklärte die Fluggesellschaft in Erwartung der Klage des US-Justizministeriums, ein Zusammenschluss mit Spirit wäre gut für den Wettbewerb. So gebe es bereits jetzt einen für Verbraucher positiven "Jetblue-Effekt", der die großen Fluggesellschaften zwinge, ihre Preise wegen Jetblue zu senken.
Das Justizministerium argumentiert in seiner Klage aber, Spirit sei als eigenständiger Wettbewerber gut für die Konkurrenz auf dem US-Markt. Die Fluggesellschaft mit den charakteristischen gelben Maschinen sei unter anderem mit seinen günstigen Basistarifen, bei denen Gepäck, Essen und weitere Leistungen separat gebucht werden können, "wichtig für kostenbewusste Reisende".
Ch.P.Lewis--AT