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Auf Bank sitzenden Mann erschossen - Prozessauftakt gegen 24-Jährigen in Kiel
Rund acht Monate nach tödlichen Schüssen auf einen Mann in Kiel muss sich der 24-jährige mutmaßliche Täter seit Montag wegen Mordes vor Gericht verantworten. Der Anklage zufolge soll der junge Mann Ende Juni vergangenen Jahres fünfmal auf sein 31-jähriges Opfer gefeuert haben, das im Stadtteil Gaarden auf offener Straße auf einer Bank saß. Hintergrund der Tat soll eine Auseinandersetzung zwischen dem Bruder des Angeklagten und dem Getöteten gewesen sein.
Der Prozess läuft vor dem Kieler Landgericht, die Anklage lautet auf einen heimtückischen Mord aus niederen Beweggründen. Das Gericht verwies nach Angaben einer Sprecherin zum Prozessauftakt in einem rechtlichen Hinweis aber darauf, dass aus seiner Sicht auch eine Verurteilung wegen Totschlags in Frage käme. Ferner gab der Beschuldigte eine Einlassung zu den Abläufen aus seiner Sicht ab. Für das Verfahren sind Termine bis zum 6. April angesetzt.
Laut Anklage trug der Beschuldigte eine scharfe Schusswaffe bei sich, als er am späten Abend des 27. Juni im Beisein mehrerer Zeugen auf das auf der Bank sitzende Opfer traf. Er sprach den 31-Jährigen auf den Konflikt mit seinen Bruder an, zog seine Pistole und schoss aus einer Entfernung von einem bis zwei Metern mehrfach auf den Mann. Dieser starb später im Krankenhaus.
Y.Baker--AT