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Zwei Männer in Hannover wegen Betrugs mit gefälschten Internetseiten verurteilt
Wegen Betrugs mit einer gefälschten Internetseite einer Bank sind zwei Angeklagte im Alter von 24 und 41 Jahren am Montag in Hannover zu Haftstrafen verurteilt worden. Das Landgericht der niedersächsischen Hauptstadt verhängte nach Angaben einer Sprecherin gegen den Jüngeren eine dreijährige Gefängnisstrafe wegen Computerbetrugs in fünf Fällen. Der Ältere erhielt wegen Computerbetrugs in vier Fällen eine zur Bewährung ausgesetzte Haftstrafe von eineinhalb Jahren.
Ursprünglich waren in dem im Januar begonnenen Prozess deutlich mehr Taten angeklagt gewesen - insgesamt mehr als 120. Nach Überzeugung des Gerichts ließ sich ein Tatnachweis gegen die beiden Angeklagten allerdings nur im Zusammenhang mit der Fälschung der Internetseite einer Bank führen. Nicht nachzuweisen war ihnen, Onlineseiten weiterer Institute gefälscht zu haben.
Bei dem jüngeren Beschuldigten ging das Gericht von einem Schaden von rund 85.000 Euro aus, bei dem älteren Angeklagten waren es etwa 38.000 Euro. Der Anklage zufolge hatte ein weitaus größerer Schaden von rund dreieinhalb Millionen Euro im Raum gestanden. Die Männer hatten demnach täuschend echt wirkenden Fälschungen erstellt, um Bankkunden im Internet zur Eingabe von sensiblen persönlichen Daten oder Kontozugangsinformationen zu verleiten.
Diese Daten bildeten laut Anklageschrift die Grundlage für einen zweiten Betrugsschritt, bei dem die beiden Beschuldigten die Opfer telefonisch kontaktierten und unter Vorspiegelung falscher Tatsachen zur Preisgabe von Transaktionsnummern aufforderten. Damit konnten sie Überweisungen vornehmen.
M.O.Allen--AT