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Mehrere Millionen Euro auf Weg zu Bundesbank in Mecklenburg-Vorpommern geraubt
Bei dem spektakulären Raubüberfall auf einen Geldtransporter an einer Autobahnauffahrt in Mecklenburg-Vorpommern haben zwei Täter am Donnerstag mehrere Millionen Euro erbeutet, die auf dem Weg von Greifswald zu einer Filiale der Bundesbank in Neubrandenburg waren. Das bestätigte am Freitag eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Neubrandenburg. Während des Überfalls in einer fingierten Baustelle seien auch Schüsse gefallen. Zu Details machte sie "aus ermittlungstaktischen Gründen" keine Angaben.
Nach den Tätern wird weiterhin gefahndet. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei gingen sie professionell vor und bereiteten den Überfall langfristig vor. Sie keilten den Geldtransporter in den Morgenstunden mit zwei Autos von vorn und hinten ein und brachten ihn in einer offenbar von ihnen bereits Tage zuvor aufgebauten fingierten Baustelle zum Stehen, für die sie mehrere lange Betonschwellen nutzten.
Sie blockierten damit eine seitliche Fluchtmöglichkeit für den Geldtransporter. Laut Polizei waren die Betonklötze durch die Straßenmeisterei zwischenzeitlich entfernt worden. Da sie zur Tatzeit wieder dort waren, müssen die Täter erneut den späteren Tatort aufgesucht haben, um die fingierte Baustelle wieder aufzubauen, erklärte die Polizei.
In der fingierten Baustelle raubten die Täter den Geldtransporter aus und setzten ihn und eines ihrer Tatfahrzeuge in Brand. Ihr zweites Auto wurde wenige Stunden später zehn Kilometer entfernt ausgebrannt in einem Waldstück gefunden. Dort wurden auch aufgebrochene und ausgebrannte Geldkassetten gefunden. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Täter mit einem weiteren Fahrzeug die Flucht fortsetzten.
Die Fahndung wurde laut Polizei am Freitag mit weiterer Tatortarbeit, Spurenauswertung und Befragung von Zeugen fortgesetzt. Es seien bereits etliche Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, ein entscheidender Hinweis sei noch nicht dabei gewesen, erklärte die Polizei.
W.Stewart--AT