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Fahrgastzahlen im Bus- und Bahnverkehr noch nicht wieder auf Vor-Corona-Level
Die Fahrgastzahlen im öffentlichen Nahverkehr sind im ersten Halbjahr deutlich gestiegen, lagen aber weiterhin unter dem Niveau von vor der Corona-Pandemie. Laut vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes vom Mittwoch stieg das Fahrgastaufkommen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als ein Drittel auf fast 4,8 Milliarden Fahrgäste.
Der Anstieg der Fahrgastzahlen sei im zweiten Quartal besonders ausgeprägt gewesen, erklärte das Statistikamt. "Neben der entspannten Corona-Lage führte auch das am 1. Juni 2022 eingeführte Neun-Euro-Ticket zu mehr Fahrgästen." Dennoch lägen die Fahrgastzahlen im Linienverkehr von Bus und Bahn noch gut ein Fünftel unter dem Niveau von 2019.
Besonders stark stieg das Aufkommen im Fernverkehr, das mit der Pandemie auch am stärksten zurückgegangen war. Mit Fernzügen reisten in den ersten sechs Monaten des Jahres 62 Millionen Menschen - die Zunahme betrug somit im Jahresvergleich 119 Prozent. Der Fernbusverkehr war wegen der Pandemie nahezu zum Erliegen kommen. Nun wurden wieder 2,4 Millionen Fahrten gebucht - ein Wachstum von 617 Prozent.
Diese Zahlen bestätigen den Statistikern zufolge eine bereits zuvor beobachtete Entwicklung hin zu insgesamt längeren Reisen: Im Bahnfernverkehr beträgt die durchschnittliche Reisedistanz bereits seit dem dritten Quartal 2021 mehr als 300 Kilometer - eine Steigerung auch im Vergleich zum Niveau von vor der Corona-Krise.
F.Wilson--AT