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Trump ordnet bei neuen Flugzeugträgern Rückkehr zu alten Dampfkatapulten an
US-Präsident Donald Trump hat für den Bau neuer Flugzeugträger eine Rückkehr zu alten Dampfkatapulten für Kampfjets angeordnet - und damit für erstaunte Reaktionen gesorgt. In einem Memorandum zur nationalen Sicherheit zum Bau von Kriegsschiffen legte Trump am Donnerstag fest, dass die neuen elektromagnetischen Katapulte und moderne Fahrstühle für Kampfjets durch herkömmliche Dampf- und Hydraulik-Systeme ersetzt werden sollen. Zur Begründung erklärte der Präsident, es handle sich um "erprobte" Technik.
Als erster Flugzeugträger dürfte die "USS Doris Miller" betroffen sein, der vierte Flugzeugträger aus der Gerald-R.-Ford-Klasse, der 2034 ausgeliefert werden soll. Das Unternehmen General Atomics, das die elektromagnetischen Katapulte für die "USS Doris Miller" bauen sollte, reagierte zurückhaltend auf die Anordnung des Präsidenten und mahnte ein "sorgfältiges Überdenken" an.
Flugzeugträger sind mit Katapulten ausgestattet, mit denen Kampfjets angesichts der kurzen Startbahn beschleunigt werden. China hat auf seinem neuesten Flugzeugträger elektromagnetische Katapulte installiert, Frankreich will die Technologie ebenfalls einsetzen.
Eine Rückkehr zu den alten Dampfkatapulten auf US-Flugzeugträgern könnte mehrere Milliarden Dollar kosten, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf einen Experten - ganz abgesehen davon, dass für den Betrieb und die Wartung solcher Katapulte mehr Matrosen benötigt werden.
Der Senator Mark Kelly von den US-Demokraten - ein früherer Navy-Kampfpilot und Astronaut - warf Trump vor, sich in militärische Angelegenheiten einzumischen. "Ich bin hunderte Male von Flugzeugträgern aus gestartet, ich habe einen Master als Luftfahrtingenieur, ich bin Testpilot, und selbst ich würde der Navy nicht vorschlagen, wie sie bestimmte Systeme auf ihren Schiffen entwerfen soll", schrieb Kelly im Kurzbotschaftendienst X.
Trumps Aversion gegen die modernen elektromagnetischen Katapulte reicht schon lange zurück. Schon 2017 bemängelte er, das System sei "nicht gut" und habe "nicht die Kraft" von Dampfkatapulten.
Die US-Navy gilt als die schlagkräftigste Seestreitmacht der Welt. Im Iran-Krieg und bei anderen Konflikten wurden aber auch Probleme mit alternden Schiffen und langwierigen Beschaffungsprozessen deutlich. So gab es zuletzt Berichte über unhaltbare Zustände an Bord des Flugzeugträgers "USS Abraham Lincoln".
O.Brown--AT