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Nach Vorwürfen des Drogenhandels: Mexikanischer Gouverneur lässt Amt erneut ruhen
Der von den USA des Drogenhandels bezichtigte Gouverneur des mexikanischen Bundesstaates Sinaloa, Rubén Rocha Moya, lässt sein Amt weiter ruhen. Er habe das Parlament des Bundesstaates gebeten, ihn erneut vorübergehend zu beurlauben, erklärte Rocha Moya am Samstag (Ortszeit) im Onlinedienst X. Rocha Moya ist seit 2021 Gouverneur des westlichen Bundesstaates Sinaloa. Er hatte sein Amt bereits im Mai ruhen lassen, nachdem ihn die US-Justiz wegen Drogenhandels angeklagt hatte.
Konkret warfen ihm die US-Behörden vor, mit dem berüchtigten Sinaloa-Kartell zusammengearbeitet zu haben, um "gewaltige Mengen" Rauschgift in die USA zu bringen. Neben Rocha Moya wurden damals noch neun weitere Politiker angeklagt. Die US-Regierung beantragte auch ihre Auslieferung.
Rocha Moya hatte seinerzeit angegeben, sein Amt ruhen zu lassen, um der mexikanischen Staatsanwaltschaft die Gelegenheit zu geben, die US-Vorwürfe zu untersuchen. Am Freitag hatte er dann bei X mitgeteilt, er kehre "mit reinem Gewissen und erhobenem Haupt" in sein Amt zurück. Er habe "kein Verbrechen begangen". Nur einen Tag später ließ er sich nun wieder beurlauben.
Mexikos Staatschefin Claudia Sheinbaum, die wie Rocha Moya der linksgerichteten Morena-Partei angehört, kritisierte dessen Verhalten am Samstag. "Kein persönliches Interesse" dürfe "über den Interessen des Volkes stehen", erklärte sie bei X, ohne Rocha Moya beim Namen zu nennen.
Das Sinaloa-Kartell ist eine von sechs mexikanischen Drogenbanden, die die Regierung von US-Präsident Donald Trump als ausländische terroristische Vereinigungen einstuft. Die Trump-Regierung setzt Sheinbaum unter Druck, im Kampf gegen die Kartelle ein Einschreiten der USA etwa in Form von Drohnen- oder Militäreinsätzen zuzulassen, was diese vehement ablehnt.
D.Johnson--AT