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Selenskyj: Wahlen im Krieg würden die Ukraine "spalten"
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Forderung von Ex-Verteidigungsminister Mychailo Fedorow nach Neuwahlen im Krieg zurückgewiesen. "Ich glaube, dass Wahlen als solche in einem Krieg wie diesem ein großes Risiko darstellen", sagte Selenskyj in am Sonntag veröffentlichten Äußerungen vor Journalisten. Er warnte vor einem "Tsunami für das Land, der die Ukraine spalten wird".
Fedorow hatte gut einen Monat nach seiner umstrittenen Ablösung dazu aufgerufen, einen "legalen, sicheren und realistischen Mechanismus" zu finden, um trotz der russischen Invasion Wahlen in der Ukraine zu ermöglichen. "Die Demokratie darf nicht von Russland als Geisel genommen werden", sagte der 35-Jährige am Dienstag in einer Videobotschaft. Wegen des Kriegsrechts sind Wahlen in der Ukraine seit 2022 ausgesetzt.
Selenskyj hatte im Juli sein Kabinett umgebaut. Der populäre Verteidigungsminister Fedorow wurde zum Rücktritt gedrängt, was tagelange Proteste und einen offenen Streit in der Militärführung auslöste. Inzwischen hat der ehemalige Geheimdienstler Jewhenij Chmara seine Nachfolge angetreten.
O.Ortiz--AT