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Mensch-Roboter-Kollaboration rückt bei renommiertem Logistikpreis in den Mittelpunkt
The Mobile Robot Company aus Dänemark gewinnt den IFOY Award 2026 in der Kategorie „Industrial Truck of the Year" mit einem selbstfahrenden Hubwagen, der Lagerbeschäftigte nicht ersetzen, sondern entlasten soll.
STUTTGART, DE / ACCESS Newswire / June 30, 2026 / In vielen Lagern und Produktionshallen beginnt Automatisierung noch immer mit einer schwierigen Frage: Wie lässt sich monotone Transportarbeit reduzieren, ohne gleich ganze Prozesse umzubauen, IT-Projekte anzustoßen oder Menschen aus dem Arbeitsablauf zu drängen?
Eine mögliche Antwort kommt in diesem Jahr aus Dänemark. Das junge Robotikunternehmen The Mobile Robot Company hat mit seinem J1600 self-driving pallet jack den IFOY Award 2026 in der Kategorie „Industrial Truck of the Year" gewonnen. Der Preis zählt zu den wichtigsten internationalen Auszeichnungen der Intralogistik.
Im Mittelpunkt der Auszeichnung steht weniger die Vision eines vollautomatischen Lagers als ein pragmatischerer Ansatz: Der Mensch bleibt verantwortlich für die Aufgaben, die Erfahrung, Fingerspitzengefühl und situatives Urteilsvermögen erfordern. Der Roboter übernimmt die wiederkehrenden Transportwege dazwischen.
Genau dort setzt der J1600 an. Der Hubwagen kann wie ein klassischer elektrischer Niederhubwagen manuell bedient werden. Sobald der Bediener es möchte, kann er jedoch in den autonomen Modus wechseln, ein Ziel auf dem Touchscreen auswählen und den Palettentransport selbstständig ausführen lassen. Der Mitarbeiter nimmt die Palette auf, entscheidet über den nächsten Schritt und behält die Kontrolle. Der Roboter fährt.
Diese Unterscheidung ist in einem Markt von Bedeutung, in dem manuelle Palettentransporte weiterhin dominieren. Laut dem IFOY Innovation Check zum J1600 ist heute nur rund ein Prozent des Palettenhandlings automatisiert, obwohl weltweit jährlich mehr als eine Million Hubwagen verkauft werden. Für viele Unternehmen geht es daher nicht um die Frage, ob ein Lager irgendwann vollständig autonom arbeiten kann. Entscheidend ist, ob Automatisierung ohne hohe Einstiegshürden, lange Integrationszeiten und Kontrollverlust eingeführt werden kann.
„Die Branche hat Automatisierung lange als Entweder-oder-Frage behandelt", sagt Emil Hauch Jensen, CEO von The Mobile Robot Company. „Unser Ansatz war von Anfang an ein anderer. Wir wollten Lagerbeschäftigten Zeit, Energie und Kontrolle zurückgeben, statt Unternehmen zu zwingen, ihre Arbeitsweise komplett neu zu gestalten."
Der J1600 ist für den innerbetrieblichen Palettentransport in Lager, Produktion, Wareneingang, Lagerhaltung und Versand ausgelegt. Er kann Lasten von bis zu 1.600 Kilogramm bewegen und nutzt 3D-LiDAR-SLAM zur Navigation. Neue Ziele lassen sich anlegen, indem der Bediener den Hubwagen einmal an die gewünschte Position fährt und den Standort über den Touchscreen speichert.
Gerade diese Einfachheit spielte bei der IFOY-Bewertung eine zentrale Rolle. Eine umfassende IT-Integration ist nicht erforderlich, WLAN ist optional, und die Bedienerschulung soll in etwa 30 Minuten abgeschlossen sein. In wiederkehrenden Transportprozessen kann der manuelle Arbeitsaufwand nach Angaben des Unternehmens um bis zu 80 Prozent reduziert werden, weil Mitarbeiter schwierige Palettenaufnahmen und Entscheidungen weiterhin selbst übernehmen, während der Roboter die Fahrstrecken erledigt.
Der IFOY Innovation Check bezeichnete den J1600 als „Game Changer" für niedrigschwellige Automatisierung in der Intralogistik. Hervorgehoben wurden insbesondere die Kombination aus industrieller KI-Leistung, intuitiver Bedienung und dem Dual-Mode-Konzept, das sowohl manuelle als auch autonome Nutzung ermöglicht.
In der Kategorie „Industrial Truck" trat The Mobile Robot Company gegen etablierte Namen der Flurförderzeugbranche an, darunter STILL, Teil der KION Group, sowie Crown. Dass sich ein junges dänisches Unternehmen gegen Hersteller mit jahrzehntelanger Markterfahrung, globalen Vertriebsstrukturen und großen Entwicklungsabteilungen durchsetzen konnte, verleiht der Auszeichnung zusätzliche Aufmerksamkeit.
„Das ist vor allem auch eine Startup-Geschichte", sagt Jensen. „Die größten Unternehmen dieser Branche verfügen über globale Organisationen, lange Historien und enorme Entwicklungsressourcen. Unser Weg bestand darin, ein Problem zu lösen, das Kunden jeden Tag erleben: Wie bringt man Automatisierung in reale Lager- und Produktionsumgebungen, ohne das Projekt schwer, teuer und riskant zu machen?"
Das Produktkonzept folgt diesem Gedanken konsequent. Der J1600 verlangt von Bedienern nicht, zu Robotikprogrammierern zu werden. Eine neue Aufgabe soll sich beinahe so anfühlen, als würde man sie einmal vormachen: zum Ziel fahren, Standort speichern, künftig autonom anfahren lassen. Tritt etwas Unerwartetes ein, kann der Mensch jederzeit wieder manuell übernehmen.
Damit steht der Bediener nicht am Rand eines automatisierten Systems, sondern bleibt Teil des Arbeitsprozesses. Nicht als Notlösung, wenn Technik versagt, sondern als die Person, die Kontext, Erfahrung und Entscheidungshoheit einbringt.
Der IFOY Award liefert diesem Ansatz nun eine unabhängige Bestätigung. Der „International Intralogistics and Forklift Truck of the Year Award" gilt als eine der führenden Technologieauszeichnungen der Intralogistik. Im Jahr 2026 wurden 49 Produkte und Lösungen eingereicht, 17 Finalisten qualifizierten sich für die Endrunde und durchliefen im April das mehrstufige IFOY Audit während des TEST CAMP INTRALOGISTICS.
Das IFOY Audit umfasst den IFOY Test, den wissenschaftlichen IFOY Innovation Check sowie die Bewertung durch die Jury. Der Innovation Check wird von Wissenschaftlern des Fraunhofer IML, des Fraunhofer IPA, der Technischen Universität München und der TU Dresden durchgeführt. Die Gewinner werden anschließend von einer unabhängigen internationalen Jury aus Fachjournalisten gewählt. Die Preisträger 2026 wurden in Stuttgart vor rund 150 Gästen aus Industrie, Wissenschaft, Politik und Medien bekannt gegeben.
Für The Mobile Robot Company kommt der Preis nach einem ungewöhnlich schnellen Start. Das Unternehmen wurde im November 2024 von Emil Hauch Jensen und Odin Kudahl Skovsted gegründet, brachte den J1600 im Januar 2026 auf den Markt und arbeitet bereits mit Vertriebspartnern in acht Ländern zusammen. Der Fokus liegt auf mobilen Robotiklösungen für den innerbetrieblichen Materialfluss, insbesondere dort, wo Kosten, Komplexität und starre Automatisierungsprojekte Unternehmen bislang von der Automatisierung abgehalten haben.
„Wir haben nicht versucht, den technisch fortschrittlichsten Roboter um der Technologie willen zu bauen", sagt Jensen. „Wir haben ein Werkzeug für Unternehmen entwickelt, die jetzt automatisieren müssen, aber nicht auf ein zweijähriges Automatisierungsprojekt warten können. Wir kommen aus Dänemark, aber wir arbeiten an einem globalen Problem."
Über The Mobile Robot Company
The Mobile Robot Company ApS ist ein dänisches Robotikunternehmen, das mobile Roboterlösungen für den innerbetrieblichen Materialtransport in Lager- und Produktionsumgebungen entwickelt. Das Unternehmen wurde im November 2024 von Emil Hauch Jensen und Odin Kudahl Skovsted gegründet und brachte im Januar 2026 sein erstes Produkt auf den Markt, den J1600 self-driving pallet jack. The Mobile Robot Company arbeitet mit Vertriebspartnern in acht Ländern zusammen und baut sein internationales Partnernetzwerk weiter aus.
Über den IFOY Award
Der IFOY Award, International Intralogistics and Forklift Truck of the Year, zeichnet herausragende Produkte und Lösungen in der Intralogistik und im Materialfluss aus. Die Gewinner werden jährlich von einer unabhängigen internationalen Jury aus Fachjournalisten nach einem mehrstufigen Audit-Verfahren ausgewählt. Träger des IFOY Award sind der VDMA Fachverband Fördertechnik und Intralogistik sowie der VDMA Fachverband Robotik + Automation.
Pressekontakt
The Mobile Robot Company ApS
Emil Hauch Jensen, CEO
E-Mail: [email protected]
Telefon: +45 88 10 90 12




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