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Frankreichs Präsident Macron wirbt für Investitionen in KI-Rechenzentren
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat Investitionszusagen ausländischer Unternehmen in Frankreich in Höhe von 93 Milliarden Euro angekündigt. Dies sei ein "Rekord" sagte Macron am Montag vor Beginn eines Investorentreffens unter dem Motto "Choose France" (etwa: Entscheiden Sie sich für Frankreich). Diese Investitionen würden etwa 15.000 Arbeitsplätze schaffen. 2025 waren bei dem Investorentreffen Vorhaben in Höhe von 20 Milliarden Euro angekündigt worden.
Im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens stehen Investitionen in die KI-Infrastruktur, insbesondere in die von Umweltschützern kritisierten Datenzentren. Der japanische Investor Softbank hat bereits Investitionen in Höhe von 75 Milliarden Euro in dem Bereich in Aussicht gestellt. Bis 2031 sollen davon 45 Milliarden Euro in Rechenzentren in Nordfrankreich investiert werden.
Softbank kooperiert bei dem Großprojekt mit dem französischen Konzern Schneider Electric. "Die Künstliche Intelligenz braucht eine immer größere Rechnerleistung", sagte der Chef von Schneider Electric, Olivier Blum, dem Sender France Info. Solche Rechenzentren würden bislang vor allem in den USA und in China gebaut. "Es ist gut, dass Frankreich und Europa jetzt aufholen", betonte Blum.
Laut einem Bericht der Zeitung "Les Echos" will das kanadische Unternehmen Brookfield rund 8,6 Milliarden Euro in ein weiteres Rechenzentrum in Nordfrankreich investieren. Die französische Regierung hatte in den vergangenen Monaten immer wieder ihr Ziel bekräftigt, einer der weltweit führenden Akteure im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) zu werden.
Umweltschützer kritisieren den Ausbau der Rechenzentren, weil diese extrem viel Energie brauchen und Wärme produzieren - wofür dann wiederum Kühlwasser benötigt wird.
Weitere Investitionsvorhaben sollen am Nachmittag bei dem Treffen in Versailles angekündigt werden. Macron hatte die "Choose France"-Treffen zum Symbol seiner unternehmerfreundlichen Politik gemacht. Der Gipfel am Montag ist der neunte unter seinem Vorsitz - und zugleich sein letzter, da er bei den Präsidentschaftswahlen 2027 nicht mehr antreten kann.
T.Wright--AT