-
Pleite in Paderborn: Herthas Aufstiegstraum droht zu platzen
-
Afghanistan: Mindestens 18 Tote bei pakistanischen Luftangriffen
-
"Mona Lisa" aus Plastikmüll: Kunstwerk aus 100.000 Flaschendeckeln in El Salvador
-
Cayenne Turbo Electric 2026
-
Russische Angriffe auf die Ukraine - Ungarn will neue EU-Sanktionen blockieren
-
Schenderleins Olympia-Fazit: Ansprüchen nicht gerecht geworden
-
Alfa Tonale 2026: Mit neuem Gesicht
-
Streit um Tod eines Ultrarechten: Paris will US-Botschafter einbestellen
-
Umweltminister Schneider verlässt Berlinale aus Protest gegen Rede
-
BMW 7er und i7: 2026 mit Facelift
-
Innenminister Dobrindt will Asylbewerber schneller in Arbeit bringen
-
Lochner krönt seine Karriere: Olympiasieg auch im Vierer
-
Lucid Gravity 2026: Testbericht
-
Amnestiegesetz in Venezuela: Mehr als 1500 politische Gefangene beantragen Freilassung
-
15 Prozent Sonderzölle: Trump beharrt nach Urteil auf aggressiver Handelspolitik
-
Hennig Dotzler nach "Ski-Diebstahl" Neunte - Andersson siegt
-
Trump kündigt Entsendung von Lazarettschiff nach Grönland an
-
CDU ringt um Profil: Parteitag sucht Distanz zu SPD - bleibt aber vielfach vage
-
Gu nutzt letzte Chance: Gold in der Halfpipe
-
Bentley: Visionen im Jahr 2026
-
Wetterdienst erwartet "sonnigen Frühling" ab Mitte der Woche
-
Tausende marschieren im Gedenken an ultrarechten Aktivisten durch Lyon
-
Spieler des Tages: Ragnar Ache (1. FC Köln)
-
Phelps gratuliert Kläbo: Willkommen im "exklusiven Kreis"
-
Lebensgefährte unter Verdacht: 35-Jährige in Hagen auf offener Straße erstochen
-
Viel Lob für Kompany: "Ein Sechser im Lotto"
-
NBA: Orlando verliert ohne Franz Wagner
-
MLS: Müller gewinnt Auftakt - Werner muss Premiere verschieben
-
Trump: USA schicken Lazarettschiff nach Grönland
-
Bayern müssen "lernen" - und sind "heiß" auf BVB-Duell
-
"Habe sowas noch nie erlebt": Pesic und sein Overtime-Novum
-
Preuß glücklich mit Karriereende: "Biathlon verdient mehr"
-
Strittige Szene um Adeyemi: "Klarer Elfmeter"
-
Eberl lobt Kompany nach Rede: "Großer Mensch"
-
Schlussfeier in Verona: Olympia endet mit "Beauty in Action"
-
"Anders überlegt": Nolte greift weiter an - bis 2030?
-
Die Olympia-Höhepunkte am Sonntag, 22. Februar
-
Eishockey: Finnlands NHL-Stars holen Bronze
-
Auch Dzeko trifft: Schalke nach Torfestival wieder Erster
-
Bob: Nolte holt erneut Gold im Zweier
-
Steilvorlage für die Bayern: BVB patzt in Leipzig
-
Muskelfaserriss: Bayern "zunächst" ohne Davies
-
Deutscher Film "Gelbe Briefe" gewinnt Goldenen Bären der Berlinale
-
Schauspielerin Sandra Hüller mit Silbernem Bären für beste Hauptrolle ausgezeichnet
-
Vorsprung ausgebaut: Nolte bleibt auf Goldkurs
-
Werder begründet Verzicht auf US-Reise: "Nicht unsere Werte"
-
BBL-Pokal: Bayern scheitern nach Overtime-Drama im Halbfinale
-
Trump kündigt Anhebung neuer weltweiter Zölle von zehn auf 15 Prozent an
-
Mehr als 3000 Teilnehmer bei Gedenkmarsch für ultrarechten Aktivisten in Lyon
-
Hisbollah ruft nach tödlichen israelischen Angriffen im Libanon zu Widerstand auf
15 Prozent Sonderzölle: Trump beharrt nach Urteil auf aggressiver Handelspolitik
US-Präsident Donald Trump hält auch nach seiner krachenden Niederlage vor dem Obersten Gerichtshof zu Zöllen an seiner aggressiven Handelspolitik fest. Trump kündigte am Samstag an, neue Sonderzölle für Einfuhren aus aller Welt von zehn auf 15 Prozent zu erhöhen. Ein Ende der Unsicherheit im Welthandel wegen des Kurses des US-Präsidenten ist damit nicht in Sicht.
Trump schrieb am Samstag in seinem Onlinedienst Truth Social, den neuen Zollsatz von 15 Prozent habe er nach einer "gründlichen, detaillierten und kompletten" Überprüfung des Supreme-Court-Urteils zu seiner Zollpolitik vom Freitag festgelegt. Dies trete "unverzüglich" in Kraft.
Die Anhebung der neuen Einfuhrzölle auf 15 Prozent sei "vollständig zulässig und rechtlich geprüft", erklärte der Republikaner. In den kommenden Monaten wolle seine Regierung außerdem neue Zölle festlegen. Der US-Präsident bezeichnete die Entscheidung der Obersten Richter gegen seine Zollpolitik als "lächerlich" und "außergewöhnlich anti-amerikanisch".
Das Oberste Gericht der Vereinigten Staaten hatte am Freitag in einem spektakulären Urteil die meisten der von Trump verhängten Zölle für ungültig erklärt. Das von Trump bemühte Notstandsgesetz ermächtige den Präsidenten nicht zur Verhängung von Zöllen, erklärten die Richter mit einer Mehrheit von sechs zu drei Richterstimmen. Hierfür sei der Kongress zuständig.
Das Richtervotum kippte etwa den 15-prozentigen Basiszoll für die meisten aus der EU importierten Waren sowie die US-Importzölle für zahlreiche weitere Länder. Nicht betroffen sind hingegen die sektorspezifischen Zölle etwa auf Autos, Stahl und Aluminium.
Das Urteil war die bisher größte juristische Niederlage für den Präsidenten in seiner zweiten Amtszeit. Es ist auch deswegen bemerkenswert, weil der Supreme Court, in dem das konservative Lager sechs der insgesamt neun Richter stellt, in Trumps zweiter Amtszeit meist zugunsten des Rechtspopulisten entschieden hatte.
In einer ersten Reaktion auf die Entscheidung des Supreme Court verhängte Trump noch am Freitag einen neuen globalen Zollsatz von zehn Prozent, der ab Dienstag gelten sollte. Dieser basiert auf einer anderen Rechtsgrundlage als die Zölle, die der Oberste Gerichtshof für ungültig erklärt hatte, und kann ohne Verlängerung durch den Kongress maximal 150 Tage gelten.
Am Samstag hob Trump diesen Zollsatz dann von zehn auf 15 Prozent an. Nach Angaben des Weißen Hauses sind Ausnahmen für verschiedene Sektoren wie die Pharmaindustrie vorgesehen.
Das Supreme-Court-Urteil und Trumps neuer Sonderzoll sorgten international für viele Reaktionen. "Wir müssen mit der amerikanischen Regierung sprechen", sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in der ARD-Sondersendung "Bericht vom Parteitag". Er werde "in gut einer Woche in Washington sein". Vorab brauche es Gespräche "über eine ganz klare europäische Haltung" – und das schnell: Er werde "mit einer abgestimmten Position nach Washington gehen".
Für ihn gebe es "ein beruhigendes Element aus dieser Entscheidung", sagte Merz weiter. "Die Gewaltenteilung in den USA scheint immer noch zu funktionieren. Und das ist eine gute Nachricht." Ähnlich äußerte sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Kritiker werfen Trump vor, mit einem zunehmend autoritären Kurs die US-Demokratie auszuhöhlen.
Brasiliens Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva rief Trump auf, alle Länder gleich zu behandeln. "Wir wollen keinen neuen Kalten Krieg", sagte der Linkspolitiker bei einem Besuch in Indien. "Wir wollen keine Einmischung in einem anderen Land, wir wollen, dass alle Länder gleich behandelt werden."
Trumps Zollpolitik hat im Welthandel für Chaos gesorgt und vielen Ländern schwer geschadet. Anleger und Unternehmensverbände begrüßten daher das Urteil des Supreme Court.
Harvard-Ökonom Kenneth Rogoff warnte allerdings vor allzu großen Erwartungen. "Einerseits haben die Richter dem Ansatz des Präsidenten, einseitig und uneingeschränkt Strafzölle zu verhängen, Grenzen gesetzt", sagte Rogoff dem "Handelsblatt". Andererseits habe das Gericht "Tür und Tor für diverse andere Wege, Zölle einzuführen" eröffnet. Staats- und Regierungschefs sollten sich nicht täuschen: "Das Niveau der US-Zölle wird hoch bleiben."
Das Supreme-Court-Urteil könnte auch in den USA zu Chaos führen, weil Zolleinnahmen in Milliardenhöhe womöglich zurückerstattet werden müssen. Das könnte zu jahrelangen Rechtsstreitigkeiten führen. Ökonomen schätzen, dass es um Rückzahlungen in Höhe von insgesamt 175 Milliarden Dollar (fast 150 Milliarden Euro) gehen könnte. Das Oberste Gericht hatte sich nicht zu der Frage geäußert, ob die bereits erzielten Zolleinnahmen erstattet werden müssen.
Der Gouverneur von Illinois, JB Pritzker von den oppositionellen Demokraten, schickte Trump bereits eine Rechnung über fast neun Milliarden Dollar an Zollrückerstattungen für Familien in seinem Bundesstaat. Das wären rund 1700 Dollar für jeden Haushalt in Illinois und damit laut Experten der Betrag, den ein durchschnittlicher US-Haushalt im vergangenen Jahr für Zölle gezahlt hat.
"Jeder unrechtmäßig eingenommene Dollar muss sofort zurückgezahlt werden - mit Zinsen", forderte auch der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom. Der Gouverneur von Pennsylvania, Josh Shapiro, forderte Trump auf, "auf den Supreme Court zu hören, chaotische Zölle zu beenden und aufzuhören, Landwirten, Kleinunternehmern und Familien zu schaden".
F.Ramirez--AT