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EU-Neuwagenmarkt 2025 gewachsen - Deutliches Plus bei Hybrid- und E-Autos
Ein deutliches Plus bei Hybrid- und Elektroautos hat dem EU-Neuwagenmarkt im vergangenen Jahr ein Wachstum beschert. Von Januar bis Dezember wurden mit insgesamt gut 10,8 Millionen Fahrzeugen 1,8 Prozent mehr Autos zugelassen als 2024, wie der Herstellerverband Acea am Dienstag mitteilte. Die Gesamtmenge liege damit jedoch weiterhin "deutlich" unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie.
Die meisten Neuzulassungen entfielen im vergangenen Jahr auf Hybridfahrzeuge, die mit 34,5 Prozent mehr als ein Drittel des gesamten Neuwagenmarktes ausmachten - angetrieben von einem starken Wachstum besonders in Spanien (plus 23,1 Prozent) und Frankreich (plus 21,6 Prozent).
Der zweitgrößte Marktanteil entfiel auf Benziner (26,6 Prozent), wobei hier allerdings auf allen wichtigen Märkten weitere Rückgänge verzeichnet wurden. So sanken die Zulassungszahlen in Frankreich laut Acea um 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, in Deutschland kamen rund 22 Prozent weniger Benziner als 2024 neu auf die Straßen.
Der drittgrößte Anteil des EU-Neuwagenmarktes entfiel auf Elektroautos (17,4 Prozent). Insgesamt wurden Acea zufolge knapp 1,9 Millionen batterieelektrische Fahrzeuge zugelassen, rund 30 Prozent mehr als im Vorjahr - in Deutschland erreichte das Plus sogar 43,2 Prozent.
Dahinter folgen Plugin-Hybride mit einem Marktanteil von 9,4 Prozent und rund 33,4 Prozent mehr Neuzulassungen als 2024 - vor Dieselautos, die nach einem weiteren Rückgang 2025 noch 8,9 Prozent des EU-Neuwagenmarktes ausmachten. Andere Antriebsarten erreichten einen Anteil von 3,3 Prozent.
Trotz des Antiegs bei den Neuzulassungszahlen bleibt die Automobilindustrie indes weiter unter Druck: Die Beratungsgesellschaft EY wies am Dienstag darauf hin, dass im Vor-Corona-Jahr 2019 EU-weit noch 13 Millionen Neuwagen verkauft wurden. Somit habe der Pkw-Absatz im vergangenen Jahr 17 Prozent unter dem Vorkrisenniveau gelegen.
Insgesamt gehe es "nur im Schneckentempo aufwärts", erklärte EY-Automobilmarktexperte Constantin Gall. Auch künftig sei nur eine geringfügige Erholung zu erwarten - "denn nach wie vor sind die Rahmenbedingungen schlecht und es herrscht sowohl bei Privatkunden als auch bei den Unternehmen eine große Kaufzurückhaltung". Die Autoindustrie müsse sich "auf ein schwieriges Jahr 2026 einstellen".
Mit Blick auf den Absatz von Elektroautos fügte er hinzu, dass der Absatz hier "deutlich langsamer als noch vor wenigen Jahren erhofft und prognostiziert" wachse. Zwar werde die neue Elektroprämie in Deutschland zu weiter steigenden Verkäufen von Elektroautos führen - allerdings vorwiegend im Einstiegssegment, in dem die deutschen Hersteller bislang kaum vertreten seien.
D.Lopez--AT