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Zwischenzeitlich totaler Stromausfall in Kuba - Trump will Karibikinsel "übernehmen"
Begleitet von einer neuen Drohung von US-Präsident Donald Trump zur Übernahme Kubas ist es in dem krisengeschüttelten Inselstaat zwischenzeitlich zu einem totalen Stromausfall gekommen. Es habe einen "vollständigen Zusammenbruch des nationalen Stromnetzes" am Montag gegeben, am Dienstagmorgen seien zwei Drittel des Landes wieder mit Strom versorgt worden, erklärte die Regierung des kommunistisch regierten Landes. Trump hatte im Weißen Haus gedroht, er werde Kuba "übernehmen", er könne mit dem Inselstaat "alles machen, was ich will".
Kubas veraltetes Stromerzeugungssystem ist in einem schlechten Zustand, Stromausfälle sind an der Tagesordnung. Die Ursachen des jüngsten Stromausfalls nannte die Regierung nicht.
Zusätzliche Sorgen löste am frühen Dienstag ein Erdbeben der Stärke 5,8 vor der Küste Kubas aus. Berichte über Opfer oder Schäden gab es zunächst nicht.
Zuletzt hatte Trump den Druck auf Kuba weiter erhöht. Vor Journalisten sagte Trump am Montag im Weißen Haus, er werde das Land "übernehmen". "Mein ganzes Leben lang höre ich schon von den Vereinigten Staaten und Kuba. Wann werden die Vereinigten Staaten es tun?", sagte er. "Ich glaube wirklich, dass ich die Ehre haben werde, Kuba zu übernehmen." Ob er es "befreie" oder es "übernehme": Er könne mit dem Inselstaat "alles machen, was ich will", sagte Trump.
Kuba sei zwar "eine schöne Insel", das Wetter dort sei "großartig". Das Land sei jedoch "am Ende". "Sie sind im Moment ein sehr geschwächtes Land", sagte Trump. Es war eine von Trumps deutlichsten Drohungen gegen die kommunistisch regierte Insel.
Unterdessen berichtete die "New York Times" unter Berufung auf mit Gesprächen zwischen beiden Seiten vertraute Kreise, die US-Regierung habe kubanischen Vertretern zu verstehen gegeben, dass Washington eine Entmachtung des kubanischen Präsidenten Miguel Díaz-Canel wünsche. Der kommunistischen Regierung solle jedoch ermöglicht werden, an der Macht zu bleiben.
Der US-Präsident hatte am Sonntag zum wiederholten Male ein Abkommen mit Kuba in Aussicht gestellt - ohne allerdings zu konkretisieren, auf welche Themen sich dieses beziehen soll. Am Freitag hatte ihrerseits die kubanische Regierung erstmals Gespräche mit Vertretern der USA zur "Lösung von bilateralen Differenzen" bestätigt.
In den vergangenen Monaten hatte Trump den Druck auf Kuba massiv erhöht, indem er nach der US-Militärintervention in Venezuela und der Gefangennahme von Staatschef Nicolás Maduro die venezolanischen Öllieferungen in den Inselstaat blockieren ließ. Dies hat die massive Wirtschaftskrise in Kuba weiter verschärft. In Kuba kam es in den vergangenen Monaten wiederholt zu landesweiten Stromausfällen, die teilweise tagelang andauerten.
J.Gomez--AT