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Die Europäische Zentralbank (EZB) ist nach Angaben ihrer Chefin zum Einschreiten bereit, sollte die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump die finanzielle Stabilität bedrohen. Die EZB beobachte die Situation und sei "jederzeit bereit, die ihr zur Verfügung stehenden Instrumente einzusetzen", sagte EZB-Chefin Christine Lagarde am Freitag in Warschau nach Gesprächen mit den Finanzministern der Eurozone. Weitere Angaben zu möglichen Schritten machte Lagarde nicht.
"Was wir jüngst beobachtet haben, ist natürlich eine gewisse Volatilität", sagte Lagarde. "Aber in Europa, und insbesondere im Euroraum, haben wir beobachtet, dass Marktinfrastrukturen und die Funktionsweise der Märkte, einschließlich der Anleihemärkte, in einer geordneten Weise funktionieren." Die nächste EZB-Ratssitzung findet in weniger als einer Woche statt.
Trump hatte am Mittwoch zwar sehr hohe Zölle für eine Reihe von Ländern für zunächst 90 Tage auf zehn Prozent reduziert. Für die EU bedeutet das eine Halbierung des zuvor angekündigten Zollsatz - und dennoch einen bedeutend höheren Aufschlag auf Exporte in die USA als zuvor.
Der Handelskrieg zwischen den USA und China eskalierte zudem mit immer neuen gegenseitigen Zollaufschlägen. Eine Einigung zeichnete sich bislang nicht ab. Der aggressive und zugleich erratische Zoll-Kurs der USA haben große Verunsicherung und Kursverluste an den Börsen ausgelöst.
F.Wilson--AT