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DHL: Auswirkungen des Streiks in den Paketzentren eher gering
Ein Warnstreik in Paketzentren der Deutschen Post hat nach Angaben des Unternehmens voraussichtlich eher geringe Auswirkungen auf Kundinnen und Kunden. Bei einer niedrigen einstelligen Prozentzahl der Paketsendungen könne es zu Verzögerungen kommen, erklärte das Unternehmen am Donnerstag in Bonn. Die Gewerkschaft Verdi hatte zu dem Streik aufgerufen - sie will Druck in den laufenden Tarifverhandlungen machen. Am Dienstag und Mittwoch hatten Beschäftigte im Zustelldienst die Arbeit niedergelegt.
Die über 30 vom Streik betroffenen Paketzentren befinden sich laut Unternehmen vor allem in Nordrhein-Westfalen, Berlin und den ostdeutschen Bundesländern. Wie viele Beschäftigte sich an den Streiks beteiligten, konnte das Unternehmen nicht mitteilen. Es seien aber weniger "als in den letzten Tagen".
An den Streiks am Dienstag und Mittwoch hatten sich laut Verdi rund 13.000 Beschäftigte der Deutschen Post beteiligt, das Unternehmen sprach von 9000. Die Folge waren Verzögerungen bei der Zustellung von Briefen und Paketen.
In den Tarifverhandlungen hatte es in der zweiten Runde "kaum Bewegung und keine greifbaren Verhandlungsergebnisse" gegeben, erklärte Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Kocsis. Die Gewerkschaft fordert für die rund 170.000 Tarifbeschäftigten bei der Post sieben Prozent mehr Lohn und drei Tage mehr Urlaub.
Die Post kritisierte die Warnstreiks an drei Tagen hintereinander als "überflüssig und überhaupt nicht nachvollziehbar". Das Unternehmen habe "transparent dargelegt", warum der Spielraum für Lohnerhöhungen gering sei. Stattdessen müsse die Sicherung von Arbeitsplätzen "für beide Seiten das A und O sein".
Bei den Tarifverhandlungen im Jahr 2023 hatten sich die Gewerkschaft und die Post auf eine deutliche Tariferhöhung geeinigt, die über alle Einkommensgruppen hinweg einem durchschnittlichen Anstieg von 11,5 Prozent entsprach. Die Deutsche Post verwies in den aktuellen Verhandlungen darauf, dass es eine Balance zwischen Lohnsteigerungen und wirtschaftlicher Tragfähigkeit geben müsse.
Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 12. und 13. Februar geplant.
O.Brown--AT