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Güterverkehrsverband sieht Versorgung im Land trotz GDL-Streiks nicht gefährdet
Der Verband Die Güterbahnen sieht die Versorgung der deutschen Wirtschaft nicht durch den GDL-Streik gefährdet. Verbandsgeschäftsführer Peter Westenberger sagte am Dienstag im Bayerischen Rundfunk, 60 Prozent des Güterverkehrs auf der Schiene würden heute von Unternehmen abgewickelt, die nicht zum Bahn-Konzern gehörten. Die Versorgung sei deshalb nicht gefährdet, weil ein Großteil der Firmen nicht von der Bahn beliefert werde.
"Da wird ganz schön übertrieben in der öffentlichen Debatte um den Streik", sagte Westenberger. Der Verband ist ein Konkurrent der Deutschen Bahn und zählt nach eigenen Angaben über 100 private, regionale und internationale Unternehmen mit Bezug zum Schienengüterverkehr zu seinen Mitgliedern.
Westenberger sagte im Bayerischen Rundfunk, für seinen Verband sei der Streik sogar eine Erleichterung. "Ausfallende Züge bedeuten für unseren Verband, dass auf dem ansonsten hochbelasteten Netz mehr Platz ist als sonst und deshalb unsere Güterzüge besser und pünktlicher durchkommen."
Die Lokführergewerkschaft GDL bestreikt seit Montagabend den Güterverkehr und seit dem frühen Dienstagmorgen den Personenverkehr der Deutschen Bahn. Nur ein Grundangebot konnte aufrechterhalten werden. Der Konzern versuchte am Dienstag weiterhin, den Streik der GDL noch gerichtlich abzuwenden und argumentierte vor allem mit der kurzen Vorlaufzeit.
Erst am Montag hatte der Konzern seinen Vorwurf, erneuert, die kurzfristige Streikankündigung sei eine "Zumutung" auch für die Wirtschaft und gefährde die "Versorgung im Land".
D.Lopez--AT