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Studie: Bürgerämter haben Nachholbedarf bei Online-Dienstleistungen
Deutschland hat einer Studie zufolge weiter "eindeutig" Aufholbedarf bei der Digitalisierung der Verwaltung. Prozesse in deutschen Bürgerämtern seien "zu bürokratisch, behäbig und langsam", sagte Peter Konhäusner von der Gisma University of Applied Sciences in Hannover der Nachrichtenagentur AFP. Die Hochschule untersuchte, welche Dienstleistungen Bürgerinnen und Bürger bei den Ämtern der 20 größten Städte auch online in Anspruch nehmen können.
München schnitt bei der Studie am besten ab. Acht von elf untersuchten Dienstleistungen konnten in der bayerischen Landeshauptstadt auch per Klick von zu Hause und ohne persönlichen Termin vor Ort erledigt werden. Nachholbedarf gebe es in Duisburg und Bremen, wo nur zwei der untersuchten Dienste auch online funktionieren.
Urkunden beispielsweise können in 19 der untersuchten Städte im Internet bestellt werden, und auch die Anforderung von Meldebescheinigungen war für Bürgerinnen und Bürger in der Mehrheit der Städte online möglich. Den Führerschein gibt es dagegen nur in vier Städten per Klick. Die Anmeldung des Wohnsitzes klappt nur in Hamburg und Stuttgart digital.
Dass nicht alle Dienstleistungen wegen des Datenschutzes und rechtlicher Vorgaben online angeboten werden können, sei klar, sagte Konhäusner. Allerdings wären noch weitaus mehr Online-Dienstleistungen möglich, wenn auf innovative Technologien wie Kryptographie und Blockchain gesetzt würde.
M.White--AT