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Kalifornien entzieht Cruise Erlaubnis für fahrerlose Autos in San Francisco
Nach mehreren Unfällen mit fahrerlosen Autos in San Francisco haben die Behörden dem Anbieter Cruise die Erlaubnis für den Betrieb der Robotaxis entzogen. Auch Tests seien "ab sofort" nicht mehr erlaubt, erklärte die kalifornische Verkehrsbehörde am Dienstag. Die Autos der General-Motors-Tochter Cruise waren seit Mitte August in der Stadt unterwegs; ebenso Robotaxis der Alphabet-Tochter Waymo. Sie dürfen weiter fahren.
Anfang Oktober war eine Frau in San Francisco unter ein Robotaxi von Cruise geraten und musste von der Feuerwehr befreit werden. Sie mussten das Fahrzeug anheben, um die schwer verletzte Frau unter dem Auto bergen zu können. Ein anderes Auto mit Fahrer hatte die Frau angefahren, sodass sie vor das Robotaxi geschleudert wurde, wie eine am Dienstag veröffentlichte Auswertung eines Videos von dem Unfall zeigt. Das Robotaxi bremste nach Angaben von Cruise stark ab, die Frau geriet aber trotzdem unter das Fahrzeug.
Die kalifornische Verkehrssicherheitsbehörde erklärte, wenn es ein "unbestreitbares Risiko für die öffentliche Sicherheit" gebe, dann könne sie Fahrerlaubnisse für fahrerlose Autos mit sofortiger Wirkung aussetzen oder entziehen.
Die Erlaubnis, Kundinnen und Kunden in fahrerlosen Autos durch die Stadt zu chauffieren, hatte die Aufsichtsbehörde CPUC im August nach einer mehrstündigen öffentlichen Anhörung gegeben. Damit setzte sich die Behörde auch gegen zahlreiche Kritiker durch.
Schon kurz darauf musste Cruise nach zwei Zusammenstößen bereits seine fahrerlose Flotte in San Francisco verkleinern, auf 50 Autos am Tag und 150 in der Nacht. Die General-Motors-Chefin Mary Barra hatte erst am Dienstagmorgen - vor Bekanntgabe des Entzugs der Erlaubnis in Kalifornien - angekündigt, dass Cruise Anfang 2026 auch in Tokio Robotaxis auf die Straßen schicken werde.
J.Gomez--AT