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PFAS: FDP-Politikerin Skudelny gegen pauschale Beschränkung ewiger Chemikalien
Vor dem am Mittwochmittag im Kanzleramt stattfindenden Chemiegipfel hat die FDP-Umweltexpertin Judith Skudelny gefordert, die geplante Beschränkung sogenannter ewiger Chemikalien mit auf die Tagesordnung zu nehmen. Der aktuelle Regulierungsvorschlag auf EU-Ebene "hat das Potenzial, nicht nur die Energiewende auszubremsen, er hat auch massive Auswirkungen auf die Wirtschaft", sagte Skudelny der Nachrichtenagentur AFP. Es geht dabei um per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS).
Die EU-Kommission arbeitet aktuell an einer Regelung für ein Verbot von rund 10.000 dieser ewigen Chemikalien, die in der Natur extrem langlebig sind. Verschiedene Studien kommen außerdem zu dem Schluss, dass PFAS gesundheitliche Auswirkungen haben können. Mit einer Umsetzung des Verbots wird frühestens 2026 gerechnet.
"Von der Elektronik über Optik bis hin zum Maschinenbau - ohne PFAS werden viele Branchen in Europa nicht mehr produzieren können", sagte Skudelny. Das erhöhe die Abhängigkeit von Importen, dabei seien viele Stoffe innerhalb der PFAS-Gruppe "nachweislich ohne Risiko". Einträge in die Umwelt müssten gleichwohl "verhindert werden".
Nötig sei ein "deutliches Signal der Bundesregierung, dass der bisher vorliegende Vorschlag zur PFAS-Regulierung so nicht Bestand haben kann", fuhr die FDP-Politikerin fort und warnte vor einer "EU-Überregulierung". Es gebe noch massiven Änderungsbedarf.
Die Industrie ist ebenfalls gegen ein Verbot ewiger Chemikalien und verweist auf den umfangreichen Einsatz der Substanzen. Zuletzt wandten sich etwa der VDA für die Autoindustrie, der ZVEI für die Elektro- und Digitalindustrie sowie der VDMA für den Maschinen- und Anlagenbau gemeinsam gegen ein umfassendes PFAS-Verbot. Die Verbände plädierten stattdessen für eine differenzierte Betrachtung.
K.Hill--AT