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Britische Einzelhandelskette Wilko stellt Insolvenzantrag
In Großbritannien hat die traditionsreiche Haushaltswarenkette Wilko Antrag auf Insolvenz gestellt. 12.500 Stellen drohen wegzufallen. Wilko erklärte am Donnerstag, es sei nicht gelungen, einen Käufer zu finden oder neue Kapitalspritzen zu erhalten. Die Kette mit 400 Filialen verkauft Haushaltswaren, Heimwerkerbedarf und Einrichtungsartikel.
Die Beratungsgesellschaft PwC übernahm die Insolvenzverwaltung. Sie erklärte, Wilko habe in den vergangenen Jahren mit "unglaublichen Schwierigkeiten" gekämpf - zunächst die Corona-Pandemie, dann die hohe Inflation. Wilko-Chef Mark Jackson erklärte, das Unternehmen habe "alles versucht", um die Kette zu retten. Das sei nicht gelungen. Oberstes Ziel sei nun, so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten.
Die Filialen blieben vorerst geöffnet, erklärte PwC. Währenddessen werde es weitere Gespräche mit potenziellen Käufern geben.
Wilko war 1930 in Leicester als Eisenwarenladen gegründet worden und hatte rasch expandiert. Die Kette machte im Geschäftsjahr bis Ende Januar 2022 einen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro.
Die britische Wirtschaft leidet derzeit unter der hohen Inflation und hohen Zinsen. Im Juni lag die Teuerungsrate bei 7,9 Prozent.
Ch.P.Lewis--AT