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BMW steigert Absatz - Verkäufe von E-Autos mehr als verdoppelt
Der Autobauer BMW hat seinen Absatz im ersten Halbjahr 2023 stark gesteigert. Der Münchener Konzern verkaufte 11,3 Prozent mehr Fahrzeuge als im Vorjahreszeitraum, wie er am Donnerstag mitteilte. Bei E-Autos verzeichnete BMW mehr als eine Verdopplung der Verkäufe. Der Konzernumsatz legte demnach im zweiten Quartal um sieben Prozent im Jahresvergleich auf 37,2 Milliarden Euro zu.
Der Nettogewinn fiel im zweiten Quartal mit knapp drei Milliarden Euro allerdings etwas schwächer aus als im Vorjahreszeitraum. Grund ist laut BMW vor allem ein Einmaleffekt wegen der Integration seines chinesischen Joint Ventures BMW Brilliance in den Konzern.
"Der Absatz von Fahrzeugen mit hocheffizientem Verbrennungsmotor bildet das solide Fundament", erklärte BMW-Chef Oliver Zipse. "Und das starke Wachstum entsteht aus der deutlich steigenden Nachfrage nach unseren vollelektrischen Fahrzeugen." Die Zahl der ausgelieferten E-Autos der Marke BMW im ersten Halbjahr stieg um 133 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, für alle Marken des Konzerns um 101,5 Prozent.
Der Anteil vollelektrischer Fahrzeuge am Absatz betrug demnach im ersten Halbjahr 12,6 Prozent. Nur im zweiten Quartal stieg der Anteil sogar auf 14,1 Prozent.
Auch in China, dem drittwichtigsten Markt für BMW, steigerte der Konzern nach eigenen Angaben den Absatz um 3,6 Prozent. Wie alle deutschen Autohersteller hat BMW dort mit der immer stärker werdenden Konkurrenz durch heimische Hersteller insbesondere bei E-Autos zu kämpfen.
Der Münchener Hersteller habe sich im ersten Halbjahr "gut geschlagen", bewertete der Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer vom Center Automotive Research die Zahlen. Dennoch lägen Tesla und auch der chinesische E-Autohersteller BYD auf dem Gebiet klar vorne. "Die Chance, dass BMW in Zukunft wieder vor BYD liegt, dürfte null sein."
BMW hatte bereits am Dienstag seine Gewinnprognose für 2023 angehoben. Es werde nun eine Marge des Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) von neun bis 10,5 Prozent erwartet - vorher waren es acht bis zehn Prozent.
M.Robinson--AT