-
Schlag auf die Ferse, aber: Mbappé "geht es gut"
-
Trump und Netanjahu beraten per Telefon über Iran-Krieg
-
Traumtor nach Elfmeter-Patzer: Mbappé lässt Frankreich jubeln
-
Unfälle mit E-Rollern: Geschädigte sollen leichter Schadenersatz erhalten
-
Ultimatum: VW-Betriebsrat fordert Klarheit über drastische Sparpläne
-
Nach Sturz in Gelb: Träen muss bei Tour aufgeben
-
Bundestag beschließt Gesetz zur Entlastung von Ländern und Kommunen
-
Trauer und Racheschwüre bei Beerdigung von Chamenei in Maschhad
-
Tschechische Siegerin garantiert: Muchova und Noskova im Finale
-
Neue Angriffe: Schiffsverkehr in der Straße von Hormus bricht ein
-
Florida: Flughafen in Palm Beach nach Trump benannt
-
Bundestag gibt grünes Licht für neue Gaskraftwerke
-
43-km-Solo: Pogacar fliegt auf Tourmalet-Etappe in Gelb
-
Wimbledon: Muchova nach Nervenkrimi erste Finalistin
-
Amoklauf an Gymnasium in bayerischem Schongau: 16-Jähriger war polizeibekannt
-
An Mourinhos Seite: Khedira wird Co-Trainer bei Real
-
Monopolkommission kritisiert "Labyrinth" bei Stromhilfen - und sieht KI-Defizite
-
Staat zahlt künftig automatisch: Bundestag beschließt antragsloses Kindergeld
-
13-Jährige stirbt bei Verkehrsunfall in Brandenburg - Fahrer nahm wohl Drogen
-
Kürzung der Vergütung für Psychotherapeuten: Erfolg für Kassenärzte vor Gericht
-
"Wir liefern": Merz verteidigt Reformpolitik - Opposition wirft ihm Scheitern vor
-
Iran: Abschluss der Trauerfeierlichkeiten für Chamenei in Maschhad
-
Krawietz/Pütz verpassen Wimbledonfinale
-
Ein Revolver und sechs Patronen: Erdogans ungewöhnliches Geschenk beim Nato-Gipfel
-
USA billigen Verkauf von Tomahawk-Marschflugkörpern an Deutschland
-
Empfehlung für Basisimpfung gegen Coronavirus fällt weg - Auffrischung ab 75 Jahren
-
Betriebsrat und IG Metall machen mobil gegen drastische Sparpläne bei Volkswagen
-
Bundestags-Gutachten sieht hohe Kostenrisiken für Verbraucher durch Grüngasquote
-
Tübinger Oberbürgermeister Palmer wird Berater für Staatsmodernisierung in Baden-Württemberg
-
USA setzen Angriffswelle auf Iran fort - Teheran attackiert Ziele in der Golfregion
-
Scheinrechnungen mit Millionenschaden: Verdächtiger nach zehn Jahren verhaftet
-
Abbas setzt Parlamentswahl in Palästinensergebieten für den 28. November an
-
VW-Betriebsrat fordert vom Vorstand "ganzheitlichen Zukunftsplan"
-
Reaktor in südfranzösischem Akw Golfech wegen hoher Flusstemperaturen abgeschaltet
-
USA stimmen Verkauf von Tomahawk-Marschflugkörpern an Deutschland zu
-
Grünes Licht aus Karlsruhe: Bundestag kann über Gesundheitsreform entscheiden
-
Eilklagen gegen Abstimmung über Reformen scheitern vor Bundesverfassungsgericht
-
Altes Heizungsgesetz wird abgeschafft - Heizungsförderung sinkt
-
Burnham zunächst weiter einziger Kandidat für Starmer-Nachfolge in Großbritannien
-
Bafög-Erhöhung kommt - aber erst später
-
Bundesverfassungsgericht entscheidet gegen Stopp von Kassenreform und Heizungsgesetz
-
Brand auf Nordseeinsel: Vogelwart als einziger Bewohner von Trischen gerettet
-
Die Königin der Rockballade: Britische Sängerin Bonnie Tyler gestorben
-
Koalition einigt sich auf Bafög-Erhöhung
-
Bund und Länder gründen Zentrum für Safe Sports
-
Klopp: Keine Ablöse für Red Bull - Mertesacker soll kommen
-
Absatz bei Porsche im ersten Halbjahr um 16 Prozent zurückgegangen
-
EuGH: Tagebuch der Anne Frank darf auf Niederländisch in Internet stehen
-
Bargeld per App: EU-Parlament stimmt für Einführung des digitalen Euro
-
SAP vermeidet EU-Wettbewerbsstrafe - Zusagen an EU-Kommission angenommen
EZB erhöht Leitzinsen erneut - Lagarde erwägt aber Zinspause
Im Kampf gegen die hohe Inflation hat die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen ein weiteres Mal angehoben. EZB-Präsidentin Christine Lagarde erwog am Donnerstag jedoch, beim nächsten Termin gegebenenfalls eine Pause bei den Zinserhöhungen einzulegen. Aus Wirtschaft und Wissenschaft mehren sich die Rufe danach, es wird befürchtet, dass die Notenbank mit ihren Erhöhungen über das Ziel hinausschießen könnte.
Am Donnerstag beschloss der EZB-Rat aber zunächst eine Erhöhung der Leitzinssätze um jeweils 0,25 Prozentpunkte auf das nunmehr höchste Niveau seit Anfang 2001. Der zentrale Satz, zu dem Geschäftsbanken sich Geld bei der EZB leihen können, steigt auf 4,25 Prozent, der für Sparer wichtige Einlagenzins auf 3,75 Prozent und der Spitzenrefinanzierungssatz zur kurzfristigen Beschaffung von Geld auf 4,5 Prozent.
Die Inflation werde voraussichtlich "zu lange zu hoch bleiben", erklärte die Bank zur Begründung. Im Juni hatte die Teuerungsrate in der Eurozone bei 5,5 Prozent gelegen und dürfte laut EZB weiter sinken. Das Zwei-Prozent-Ziel bleibe aber noch weit entfernt. Der EZB-Rat sei zugleich "entschlossen", die Teuerung mittelfristig wieder auf das gewünschte Niveau zu bringen.
Lagarde kündigte anschließend jedoch an, mit einer "unvoreingenommenen Haltung" an die nächsten Zinsentscheidungen im September und danach heranzugehen. Die verfügbaren wirtschaftlichen Daten würden darüber entscheiden, "ob wir die Zinsen erhöhen oder ob wir eine Pause machen werden". Eine Zinssenkung in den kommenden Monaten schloss die EZB-Präsidentin aus.
Wirtschaftswissenschaftler haben sich bereits für eine Zinspause ausgesprochen. Sie verwiesen auf die Folgen der hohen Zinsen wie die Probleme in der Baubranche und einen Rückgang der Firmenkreditvergabe. Sparkassenpräsident Helmut Schleweis lobte vor diesem Hintergrund, dass die EZB sich "mit kleinen Schritten vorantastet". Künftig "sollte sie noch vorsichtiger sein". Denn: Die bisherigen Zinsschritte zeigten bereits Wirkung. Bei den Preisen sei eine "Tendenz zur Beruhigung" zu erkennen, es sei Zeit für eine Zinspause.
Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), erklärte, die Unternehmen hätten die erneute Leitzinserhöhung erwartet. Dieser Schritt sei notwendig und bei vielen Betrieben bereits eingepreist. "Jetzt geht es aber um die Frage, wie es weiter geht."
Der Präsident des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) Kiel, Moritz Schularick, wurde deutlicher: Es spreche vieles dafür, "jetzt zunächst die realwirtschaftlichen Effekte abzuwarten und eine Pause einzulegen, um die Auswirkungen der Zinserhöhungen valide bewerten zu können". Die Effekte seien inzwischen deutlich sichtbar: Der Immobilienmarkt sei eingebrochen und die Firmenkreditvergabe deutlich gefallen. "Die Wolken am Konjunkturhimmel verdunkeln sich", erklärte er.
Schon vor der Entscheidung des EZB-Rates hatte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, gemahnt: "Das, was die EZB macht, kostet kurzfristig Wohlstand, kostet Einkommen von Menschen." Ein Beispiel dafür seien die aktuellen Probleme in der Baubranche wegen der hohen Zinsen, sagte er der Mediengruppe Bayern. "Die milde Rezession, die wir gerade durchlebt haben, geht jedenfalls letztlich auf die Zinspolitik der EZB zurück."
Neben der Zinserhöhung beschloss der Rat der Zentralbank, die Mindestreserven künftig nicht mehr zu verzinsen. Dabei handelt es sich um Geld, dass die Banken bei der EZB hinterlegen müssen. Durch den Beschluss "bleibt die Wirksamkeit der Geldpolitik gewahrt", erklärte die Zentralbank. Angesichts der hohen Zinsen war die Verzinsung der Mindestreserve zuletzt als "Subvention" für Banken kritisiert worden.
Am Mittwoch hatte bereits die US-Notenbank Fed ihren Leitzins ebenfalls auf das höchste Niveau seit 2001 gesetzt. Im Juni hatten die US-Zentralbanker eine Pause bei ihren Zinserhöhungen eingelegt, nun stiegen die Leitzinssätze wieder um 0,25 Prozentpunkte auf 5,25 bis 5,5 Prozent. Wie es in den kommenden Monaten weitergehe, ließ Fed-Präsident Jerome Powell weitgehend offen: Die Bewertungen würden "von Sitzung zu Sitzung" vorgenommen.
T.Wright--AT