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Danone schreibt nach staatlicher Übernahme von Russlandgeschäft 200 Millionen ab
Der französische Lebensmittelkonzern Danone schreibt wegen der staatlichen Übernahme seines Russlandgeschäfts 200 Millionen Euro ab. "Obwohl Danone nicht mehr die Kontrolle über die Leitung seiner Geschäfte in Russland hat, bleibt der Konzern ihr rechtlicher Eigentümer", erklärte das Unternehmen am Mittwoch. Umsatz und Gewinn entwickelten sich jedoch gut, das Jahresziel werde voraussichtlich erreicht.
Russland hatte vergangene Woche per Präsidentendekret die Kontrolle über die Anteile des französischen Lebensmittelkonzerns Danone und der dänischen Brauerei Carlsberg an ihren russischen Tochtergesellschaften übernommen. Beide Unternehmen wurden vor vollendete Tatsachen gestellt. Später wurde einem Neffen des tschetschenischen Machthabers Ramsan Kadyrow die Leitung der Danone-Geschäfte übertragen. Kadyrow gilt als enger Verbündeter des russischen Staatschefs Wladimir Putin.
Danone war anders als viele andere internationale Unternehmen nach dem russischen Angriff auf die Ukraine zunächst in Russland geblieben. Ende Oktober teilte der Konzern schließlich mit, er beende den Großteil seiner Aktivitäten in Russland. Danone werde sich aus seinem Geschäft mit Milchprodukten und pflanzlichen Produkten zurückziehen und nur das Geschäft mit Säuglingsnahrung aufrecht erhalten.
Der französische Konzern meldete am Mittwoch ein Quartalsumsatzplus von 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn stieg demnach stark um 48,2 Prozent auf über eine Milliarde Euro. "Wir erwarten einen Anstieg des bereinigten Umsatzes im oberen Bereich unseres Wachstumsziels von vier bis sechs Prozent", erklärte Geschäftsführer Antoine de Saint-Affrique.
G.P.Martin--AT