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FIFA mit eigenen Kampagnen: Diskussion um Kapitänsbinden
Die Diskussionen um Botschaften auf den Kapitänsbinden bei der Fußball-WM in Katar erhalten kurz vor dem Turnierstart neue Nahrung. Der Weltverband FIFA teilte am Samstag mit, dass er in Kooperation mit Organisationen der Vereinten Nationen eigene Kampagnen an den jeweiligen Spieltagen starten werde, die die Teams zur Schau tragen können.
"Ich habe auch das ein oder andere gehört. Natürlich ist die Kurzfristigkeit überraschend, es wirkt, als ob die FIFA keine klare Haltung hat", sagte DFB-Geschäftsführer Oliver Bierhoff, dessen Verband zuvor die sogenannte "One Love"-Binde als Zeichen für Vielfalt, Offenheit und Toleranz mitinitiiert hatte: "Wir haben unsere klare Haltung klar begründet, auch durch unseren Präsidenten. Wir schauen, was kommt und werden uns mit den anderen Nationen abstimmen, weil es wichtig ist, dass es die Stimme mehrerer Nationen ist, nicht nur von einer."
Bierhoff geht laut eigener Aussage weiter davon aus, dass Kapitän Manuel Neuer die vielfarbige Binde mit einem Herz weiter tragen darf. Zuvor hatte DFB-Präsident Bernd Neuendorf angekündigt, dafür im Zweifel auch eine Geldstrafe in Kauf zu nehmen. Frankreich mit Kapitän Hugo Lloris kündigte dagegen an, auf die "One Love-Binde" zu verzichten.
FIFA-Präsident Gianni Infantino sagte am Samstag, es gebe "klare Vorgaben vonseiten der FIFA. Wir haben verschiedenen Kampagnen zu verschiedenen Themen. Wir müssen Themen finden, mit denen sich jeder einverstanden zeigt. Das ist für uns ein wichtiges Element".
Am ersten Spieltag der Sonntag startenden WM wird die Botschaft der FIFA #FootballUnitesTheWorld lauten. Unterstützende Inhalte sollen auf LED-Bildschirmen rund um das Spielfeld, auf Großbildschirmen und auf Fahnen in den Stadien angezeigt werden.
N.Mitchell--AT