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Wück setzt auf Berger als Nummer eins
Christian Wück setzt bei der EM im Sommer auf Ann-Katrin Berger als Nummer eins im Tor der deutschen Fußballerinnen. Das verkündete der Bundestrainer am Dienstag. Die 34-Jährige vom US-Klub Gotham FC, die im Vorjahr bei den Olympischen Spielen in Paris maßgeblich am Gewinn der Bronzemedaille beteiligt war, erhält den Vorzug vor ihren jüngeren Konkurrentinnen. Für den kommenden Lehrgang wurden auch Stina Johannes (25/Eintracht Frankfurt) und Rafaela Borggräfe (25/SC Freiburg) nominiert.
Berger werde "ab jetzt Spielzeit bekommen, um die Sicherheit reinzubekommen", sagte Wück, der die Torhüterin schon im vergangenen Lehrgang im Februar informiert hatte. Die Entscheidung für Berger sei "aufgrund ihrer Erfahrung auf und neben dem Platz gefallen. Sie strahlt die Sicherheit aus, für die die jungen Torhüterinnen vielleicht noch etwas länger brauchen". Er hoffe, dass Berger "den Weg, den sie bei Olympia begonnen hat, bei der EM fortsetzen kann".
Bislang hatte Wück das Rennen um die Nummer eins im deutschen Tor offengelassen und allen Torhüterinnen Spielzeit gewährt. Alle hätten gute, aber "nicht zu 100 Prozent fehlerfreie" Leistungen gezeigt. Vor der EURO in der Schweiz (2. bis 27. Juli) wird Berger zunächst in den Nations-League-Partien gegen Schottland in Dundee (4. April, 20.35 Uhr/ZDF) und in Wolfsburg (8. April, 17.45 Uhr/ARD) im Tor stehen. Am Montag trifft sich das Team in Frankfurt/Main.
Berger hatte Wücks Vorgänger Horst Hrubesch erst kurz vor den Sommerspielen im vergangenen Jahr zur Stammtorhüterin befördert. Auf dem Weg zur Bronzemedaille avancierte die Keeperin dann zur gefeierten Olympia-Heldin. Zudem wurde sie als Fußballerin des Jahres 2024 ausgezeichnet.
Zum Kreis der Kandidatinnen für die EM gehörte auch Sophia Winkler, die Torhüterin von der SGS Essen hatte kürzlich aber eine schwere Knieverletzung erlitten. Ena Mahmutovic (21/Bayern München) wurde für die kommenden beiden Partien auf Abruf nominiert, da sie bei der U23 im Einsatz ist.
A.Taylor--AT