-
Fußball-WM: Boston treibt Transportkosten für Fans hoch
-
Mord an Großmutter: Lebenslange Haft für 24-Jährigen in München
-
"Historische Chance": Rubio empfängt Vertreter Israels und des Libanon in Washington
-
Lange Haftstrafen für Goldhelm-Diebstahl aus Museum in Niederlanden gefordert
-
Korruptionsverdacht: Ermittler dürfen Elysée-Palast nicht durchsuchen
-
Staatsanwaltschaft dementiert Bericht über Durchsuchung des Elysée-Palastes
-
Märkte rechnen mit Kriegsende in Nahost - Ölpreis sinkt
-
Frau betäubt und Vergewaltigung gefilmt: Lange Haftstrafe für Mann in München
-
Kompany sieht Eta-Beförderung als "Schlüsselmoment"
-
Prozess um Tod von Maradona wird nach Skandal um Richterin neu aufgerollt
-
Trump: Italiens Regierungschefin Meloni hat keinen Mut
-
Urteil: Identitärer Rechtsanwalt darf nicht in Bundeswehr dienen
-
Gericht erklärt Überwachung von Moscheeverein in Niedersachsen für rechtens
-
Drohnen und Aufbauhilfe: Ukraine und Deutschland schließen strategische Partnerschaft
-
Eile bei Entlastungen: Koalition will Tankrabatt zum 1. Mai in Kraft setzen
-
Zukunft? Neuer will bald entscheiden
-
20 Milliarden Euro will Warken bei der Krankenversicherung einsparen
-
EU ruft neue Regierung in Ungarn zu Reformen auf - Debatte um eingefrorene EU-Gelder
-
Spanische Justiz überlässt Fall Fernandes gegen Ulmen den deutschen Behörden
-
Konkurrenz für Starlink: Amazon kündigt Kauf von Globalstar an
-
DFB trauert um früheren Teamarzt Heß
-
Direkte Gespräche: Israel strebt "Frieden und Normalisierung" mit Libanon an
-
Zverev mit Zittersieg in München
-
Ukraine und Deutschland erweitern Beziehungen zu Strategischer Partnerschaft
-
Lebenslange Haft für Brandstiftung mit zwei Toten in Berliner Monteursunterkunft
-
Ermittler durchsuchen Amtssitz des französischen Präsidenten
-
Iran-Krieg: IWF sagt Dämpfer für deutsche und Weltwirtschaft voraus
-
16 Verletzte bei Schusswaffenangriff in türkischer Schule - Mutmaßlicher Täter tot
-
Selenskyj verspricht Reparatur von Druschba-Pipeline bis "Ende April"
-
Preise an den Zapfsäulen wieder gestiegen - aber nur geringfügig
-
Gesetzesänderung soll Schutz vor Diskriminierung verbessern
-
Frankreichs Präsident Macron fordert Wiederaufnahme der US-Iran-Gespräche
-
Zwei Festnahmen bei Durchsuchungen wegen Betrugs mit Coronahilfen in München
-
Frankreichs Innenminister will Konzert von Rapper Kanye West verbieten
-
Bayern-Training mit Gnabry
-
Warken will kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern einschränken
-
Spanische Justiz gibt Fall Fernandes gegen Ulmen an deutsche Behörden ab
-
US-Vizepräsident Vance: Der Iran ist bei Friedensverhandlungen am Zug
-
Gutachter: Deutschlandticket nutzt Umwelt, Wirtschaft und Verbrauchern
-
Außenminister: Israel will "Frieden und Normalisierung" mit Libanon
-
Dröge fordert wegen Energiekrise Stromsteuersenkung und Tempolimit
-
Kiew und Berlin erweitern Beziehungen zu neuer Strategischer Partnerschaft
-
Ökonom Feld fordert rigorosen Abbau staatlicher Subventionen
-
Streiks bei der Lufthansa sorgen auch am Dienstag für zahlreiche Flugausfälle
-
Xi zum Iran-Krieg: China wird "konstruktive Rolle" bei Friedensbemühungen spielen
-
Kiew und Berlin beschließen Kooperationen bei Verteidigung und Wiederaufbau
-
Straße von Hormus: Paris und London planen Videokonferenz am Freitag
-
Pionierin Grings: Sexismus nur von "Schwachköpfen"
-
Bundesamt warnt vor Sturmflutrisiken - Aufbau störungssicherer Navigationssysteme
-
Tötung von Kollegin aus Mordlust: Lebenslange Haft für Mann in Schweinfurt
Seifert über Corona-Zeit: "Manches war gegen jede Logik"
Der frühere DFL-Boss Christian Seifert blickt fünf Jahre nach dem ersten Geisterspiel in der Geschichte der Fußball-Bundesliga mit gemischten Gefühlen auf die Corona-Zeit zurück. In den damaligen Debatten sei es schnell "um Zeichen und nicht mehr nur um Inhalte" gegangen, sagte der Medienunternehmer im kicker-Interview und ergänzte: "Manches war gegen jede Logik. Aber es ist mir relativ schnell gelungen, das auszublenden, weil es einfach zu viel Energie gekostet hätte."
Am 11. März 2020 fand zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln (2:1) erstmals ein Spiel im deutschen Oberhaus vor leeren Rängen statt, kurz zuvor hatte die Bundesregierung verschärfte Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus verhängt. "Diese laute Stille im Stadion gehört zu den Eindrücken, die sich tief bei mir eingeprägt haben", sagte Seifert. Nach der Partie ruhte der Bundesliga-Spielbetrieb bis Mitte Mai, ehe mithilfe eines Hygienekonzepts ein Restart vor leeren Tribünen ermöglicht wurde.
Einerseits ist der frühere Liga-Geschäftsführer stolz auf das damals entwickelte Hygienekonzept. Andererseits haben die emotionalen Debatten in Politik und Gesellschaft tiefe Spuren beim heute 55-Jährigen hinterlassen. "Dass der Profifußball polarisiert, war klar. Das Ausmaß der Häme, die über ihn hereingebrochen ist, hat mich dann aber doch verwundert", sagte Seifert. In den Diskussionen vermisste Seifert "die Bereitschaft zum Tiefgang. So etwas wirkt bei mir bis heute nach." Er hatte "den Eindruck", ergänzte er, "dass uns sehr viele scheitern sehen wollten".
Seifert ist überzeugt, dass das damalige Hygienekonzept auch auf andere Bereiche hätte angewendet werden könnten, etwa Altersheime. "Zahlreiche ältere Menschen hätten dann vielleicht nicht allein hinter Plastikfolien sterben müssen", sagte Seifert und ergänzte: "Doch danach hat kaum einer gefragt. Stattdessen wurde allzu oft die Neidkarte gespielt: Kinder dürfen nicht auf den Spielplatz, aber die Fußballmillionäre dürfen spielen."
Die fehlende Aufarbeitung der Politik wirke bis heute nach, glaubt der Gründer von Dyn Media. "Einiges von dem, was wir momentan in der öffentlichen Debatte sehen, was sich auch in den Wahlergebnissen niederschlägt, hat seinen Ursprung in der Corona-Zeit. Und darin, dass diese Corona-Zeit nicht aufgearbeitet wurde. Ich fürchte, wir sehen heute noch Bremsspuren davon", sagte Seifert, der 2021 als Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL) aufgehört hatte.
M.O.Allen--AT