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Erdrückende französische Dominanz: "Werden uns am Ende hassen"
Fünf Goldmedaillen in acht Rennen, insgesamt bereits zehnmal auf dem Podest - und auch am Wochenende in allen Wettkämpfen die Topfavoriten: Die französischen Biathleten strahlen bei der WM in Lenzerheide eine enorme Dominanz aus. "Sie werden uns am Ende hassen", sagte Frauen-Trainer Jean-Paul Giachino mit einem Augenzwinkern in Richtung der anderen Nationen. In diesen WM-Tagen sind die Franzosen in der Tat das, was die Norweger mal waren.
Man könnte gar von einer Wachablösung sprechen, zumal mit Johannes Thingnes Bö auch noch derjenige am Saisonende aufhören wird, der als einziger der Skandinaviern derzeit wirklich Paroli bieten kann. Bereits vor der WM hatte der französische Sportdirektor Stéphane Bouthiaux mutig alle Goldmedaillen in den vier Staffel-Wettbewerben als Ziel ausgerufen. Während die Frauen schon länger dominieren, hatten die Männer eher überraschend die schier übermächtigen Norweger gleich in allen vier Weltcup-Staffeln geschlagen.
Dass die Franzosen so erfolgreich sind, liegt vor allem an einer riesigen Auswahl im Nachwuchs. Viele Talente eifern früheren Stars wie Martin Fourcade oder Raphael Poiree nach. "Je mehr gute Athleten du an der Basis hast, desto größer ist die Chance, dass es welche auf Toplevel schaffen", erklärte Bouthiaux: "Da stehen wir derzeit so gut da wie die Norweger." Die werden nach dieser bislang für ihre Verhältnisse durchwachsenen WM im Endspurt zurückschlagen wollen - und zwar letztmals mit den Bö-Brüdern.
A.Ruiz--AT