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BVB-Boss Watzke: "Ricken schafft das ohne Wenn und Aber"
Klub-Boss Hans-Joachim Watzke hätte sich bei Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund für Sport-Geschäftsführer Lars Ricken ein Einstandsjahr mit weniger Problemen gewünscht. "Ich habe gedacht, es ist eine gute Zeit für Lars, da jetzt reinzugleiten. Ich hatte nicht gedacht, dass wir in ein solches Krisenszenario abgleiten", sagte Watzke laut Frankfurter Rundschau vor Wirtschaftsmanagern aus der Region Frankfurt/Rhein-Main.
Zugleich unterstrich Watzke vor seinem Abflug zum Champions-League-Play-off der Schwarz-Gelben am Dienstag (21.00 Uhr/Prime Video) bei Sporting Lissabon seine Überzeugung von Rickens Führungsqualitäten. "Es ist nun natürlich eine ganz andere Herausforderung, doch er schafft das ohne Wenn und Aber", meinte der BVB-Chef.
Entsprechend kommt für den 65-Jährigen trotz zuletzt aufgekommener Anflüge von Zweifeln an seinem nahenden Rückzug zum Jahresende eine Verlängerung seiner Tätigkeit beim Champions-League-Finalisten der vergangenen Spielzeit nicht in Betracht: "Ich habe mich manchmal auch gefragt, ob die Entscheidung richtig war, aber einen Rücktritt vom Rücktritt schließe ich total und komplett aus."
Ausdrücklich mischt sich Watzke trotz der großen Probleme im sportlichen Bereich denn auch nicht mehr allzu sehr ins Tagesgeschäft ein. "Ich halte mich mit Ratschlägen zurück", sagte der gebürtige Sauerländer, denn "auch Ratschläge sind Schläge". Ricken sei von der negativen Entwicklung "mit voller Wucht getroffen und muss nun gucken, dass er sich daraus befreit".
Ein Erleichterung für den früheren Nationalspieler bei der Bewältigung der anhaltenden Krise ist laut Watzke allerdings Dortmunds Unabhängigkeit vom sportlichen Saisonergebnis. Zwar sei die Borussia "zum permanenten Überperformen verdammt. Wenn wir das nicht tun, haben wir ein Problem. Je größer Du wirst, desto mehr bekommst Du aufs Dach. Aber der BVB steht auch ohne Teilnahme an der Champions League bombenfest".
Th.Gonzalez--AT