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Davis Cup: DTB-Team gewinnt gegen Israel und muss nach Japan
Das deutsche Davis-Cup-Team hat souverän die nächste Runde erreicht und darf weiter vom ersten Titel im traditionsreichen Mannschaftswettbewerb seit 1993 träumen. Die Auswahl des Deutschen Tennis Bundes (DTB) gewann im litauischen Vilnius auch ohne ihre beiden Topspieler Alexander Zverev und Jan-Lennard Struff gegen Israel 3:1. Schon nach dem Doppel am Samstagmittag war die Partie entschieden.
Kevin Krawietz und Tim Pütz ließen Daniel Cukierman und Amit Vales beim 6:0, 6:3 keine Chance. Der nachnominierte Daniel Masur verlor das sportlich unbedeutende Abschlusseinzel gegen Ofek Shimanov 7:6 (7:2), 3:6 und 8:10 im Match-Tiebreak. Am Freitag hatten Maximilian Marterer und Yannick Hanfmann mit zwei Siegen vorgelegt. Im Herbst geht es nun gegen Japan. Gelingt der nächste Sieg, qualifiziert sich Deutschland für das Final 8 in Bologna im November.
"Das ist ein schwerer Gegner, vor allem in Japan. Vom Reiseaufwand und vom Kalender hätte es uns sicherlich besser treffen können nach den US Open. Aber so ist es dieses Jahr. Das werden wir annehmen", sagte Krawietz: "Insgesamt sind wir - egal, wer dabei ist - ein gutes und schwieriges Team für jeden Gegner und wo auch immer das sein mag."
Das Team von Bundestrainer Michael Kohlmann hatte trotz der Absagen wenig Probleme mit dem Außenseiter aus Israel. Das Weltklassedoppel Krawietz/Pütz ließ am Samstagmittag zu keinem Zeitpunkt Zweifel am entscheidenden Sieg für die DTB-Auswahl aufkommen. "Es war ein sehr, sehr gutes Match. Das war schön, auf den Platz zu gehen mit dem 2:0 im Rücken. Wir hatten einen perfekten ersten Satz", sagte Pütz.
Der Weltverband ITF kehrt in diesem Jahr auch auf Druck der Spieler und Verantwortlichen zumindest teilweise zum traditionellen und von Nostalgikern schmerzlich vermissten "Heim/Auswärtsspiel-Modus" zurück. Aus der ersten Qualifikationsrunde mit 26 teilnehmenden Nationen ziehen die siegreichen Teams in die zweite Runde ein. Das Final 8 findet vom 18. bis zum 23. November in Bologna statt.
Australian-Open-Finalist Zverev hatte abermals auf seine Teilnahme verzichtet, der Weltranglistenzweite ist ein Kritiker des Modus, und auch in Japan ist seine Teilnahme unwahrscheinlich. "So wie es jetzt ist, ist es kein Davis Cup, das ist ein Exhibition-Turnier", hatte Zverev gesagt. Struff wurde kurzfristig von einem Infekt matt gesetzt, der Weltranglisten-226. Masur als dritter Einzelspieler nachnominiert.
B.Torres--AT