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Pleite für Bremen - Essende lässt Augsburg jubeln
Nächster Rückschlag für die Europapokal-Träume: Werder Bremen bleibt im Jahr 2025 nach einer unglücklichen Vorstellung weiter sieglos. Die Mannschaft von Trainer Ole Werner verlor zum Abschluss des 18. Spieltags verdient mit 0:2 (0:2) gegen den effizienten FC Augsburg und verpasst so den Sprung auf einen Europapokal-Platz. Samuel Essende (5. und 45.+1) schockte die Grün-Weißen am Sonntagabend mit einem Doppelpack, Werder machte zu wenig aus seinen Möglichkeiten und patzte in den entscheidenden Momenten.
Bremen blieb damit erstmals in dieser Saison drei Mal hintereinander sieglos, kassierte dabei neun Gegentore und ist nun Tabellen-Neunter - mit zwei Punkten Rückstand auf die internationalen Plätze. Augsburg legte mit dem zweiten Auswärtssieg in Serie im Kampf um den Klassenerhalt hingegen stark nach, die Mannschaft von Jess Thorup ist Zwölfter und hat ihr Punktepolster auf den Relegationsplatz auf acht Zähler vergrößert.
"Wir wollen den ersten Sieg im neuen Jahr einfahren", hatte Werner vor der Partie gesagt. Doch dann durchkreuzte Essende schon kurz nach dem Anpfiff erst einmal alle Bremer Pläne, der 26-Jährige setzte sich stark durch und traf gekonnt ins linke Eck. In der Szene sah die Werder-Defensive um den nach seiner Gelbsperre zurückgekehrten Kapitän Marco Friedl gar nicht gut aus.
Die Bremer zeigten sich vor 39.350 Zuschauern in der Folge aber nur kurz geschockt, schüttelten sich und versuchten wieder Kontrolle über die Partie zu gewinnen. Angetrieben von Marvin Ducksch und Leonardo Bittencourt ging es immer wieder nach vorne - richtig gefährlich wurde es allerdings zunächst nicht.
Das lag auch daran, dass die Augsburger sehr diszipliniert verteidigten und ihre Abseitsfalle oft zuschnappte. Mit der Führung im Rücken waren die Gäste vor allem darum bemüht, sicher zu stehen - um nach Ballgewinnen über Konter dann Nadelstiche zu setzen. Eine zunächst verhängte Rote Karte gegen Augsburgs Kristijan Jakić nach einer vermeintlichen Notbremse gegen Ducksch nahm Schiedsrichter Benjamin Brand nach einem Videobeweis zurück (41.) - und verweigerte Werder kurz danach einen möglichen Handelfmeter.
Wie in der Anfangsphase schlief die Werder-Defensive auch wieder kurz vor der Halbzeit bei Essendes zweitem Treffer, der kongolesische Nationalspieler konnte nach einer Flanke von Dimitrios Giannoulis in aller Ruhe einköpfen.
Werder reagierte mit Wut im Bauch und hatte schnell die Möglichkeit auf den Anschlusstreffer. Doch Marco Grüll traf nur den Pfosten (55.), Sekunden später parierte Finn Dahmen gegen Ducksch. Mit zunehmender Spieldauer erhöhten die Hausherren noch einmal das Risiko - doch der Lucky Punch gelang nicht mehr.
R.Garcia--AT