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Nach Dopingwirbel: Sinner verliert Finale gegen Alcaraz
Knappe Pleite nach Dopingwirbel: Der Weltranglistenerste Jannik Sinner hat das Duell der Tennis-Topstars gegen Carlos Alcaraz nach hartem Kampf verloren. Im Finale des ATP-Turniers in Peking musste sich der US-Open-Sieger aus Italien dem French-Open- und Wimbledon-Champion Alcaraz mit 6:7 (6:8), 6:4, 7:6 (7:3) geschlagen geben.
Sinner trotzte nach einem souveränen Turnierverlauf auch im Finale den neu entflammten Diskussionen um seine positiven Dopingtests mit einer starken Leistung, am Ende aber feierte Alcaraz seinen 16. Titel auf der Tour. Der 21 Jahre alte Spanier zog damit mit seinem zwei Jahre älteren Kontrahenten gleich - und stellte im direkten Vergleich auf 6:4.
"Er hätte auch gewinnen können, es war sehr eng. Jannik hat mal wieder gezeigt, dass er der Beste der Welt ist. Er ist körperlich und mental ein Biest", sagte Alcaraz: "Ich bin stolz auf mich und sehr happy, dass ich es doch geschafft habe."
Der Spanier fand stark in die hochklassige Partie und machte anders als noch bei seinem überraschend frühen US-Open-Aus im September wieder einen topfitten Eindruck. Doch Sinner wehrte einen Satzball ab und schnappte sich doch noch den ersten Durchgang. Nachdem Alcaraz anschließend zurückgeschlagen hatte, musste im dritten Satz ein spektakulärer Tiebreak entscheiden - mit dem besseren Ende für den Spanier, der nach 3:21 umkämpften Stunden seinen ersten Matchball verwandelte.
Vorjahressieger Sinner hatte zuletzt "schlaflose Nächte" wegen seines schwelenden Dopingfalles offenbart - er befinde sich in keiner Situation, "in der ich mich gerne befinde", sagte Sinner. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hatte am Samstag mitgeteilt, beim Internationalen Sportgerichtshof CAS Berufung gegen den Freispruch Sinners nach zwei positiven Tests auf das verbotene Steroid Clostebol im März eingelegt zu haben. Während unter anderem sein Kontrahent Alcaraz Sinner bereits vor dem Finale zur Seite gesprungen war ("ich fühle mit ihm"), fordert die WADA eine Sperre von bis zu zwei Jahren.
Weiter geht es für beide Spieler fast nahtlos beim Masters in Shanghai, bei dem sich auch der von einer Lungenentzündung genesene Alexander Zverev Hoffnungen auf den Titel macht.
W.Nelson--AT