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Invictus Games im Beisein von Prinz Harry in Düsseldorf eröffnet
Im Beisein des britischen Prinzen Harry sind in Düsseldorf die Invictus Games eröffnet worden. "Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, euer Leben anzupacken und eure Herzen zu öffnen", sagte der Sohn von König Charles III. am Samstag bei der Eröffnungsfeier an Teilnehmende und Zuschauer gewandt. Besonders begeistert wurde bei dem Wettkampf für kriegsversehrte Soldaten das Team aus der Ukraine empfangen.
Die Invictus Games sind ein 2014 von Prinz Harry ins Leben gerufener Sportwettbewerb für Kriegsversehrte, der in der Regel alle zwei Jahre stattfindet. Der Wettbewerb wird nun erstmals in Deutschland ausgetragen. Mehr als 500 verwundete, verletzte und erkrankte Soldatinnen und Soldaten sowie Veteranen aus 21 Nationen treten in Düsseldorf in zehn Sportarten gegeneinander an. Rund die Hälfte der Wettkämpfer leidet vor allem unter psychischen Schäden.
"Jede einzelne Geschichte der Wettkämpferinnen und Wettkämpfer zeigt, wie hoch der Preis sein kann, Dienst für die Sicherheit und die Freiheit von uns allen zu leisten", sagte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) bei der Eröffnung. Der Einsatz von Soldaten und Soldatinnen sollte "nie als selbstverständlich betrachtet werden".
Prinz Harry wurde zuvor am Samstag im Düsseldorfer Rathaus von Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) begrüßt und trug sich ins Goldene Buch der Stadt ein. Als Gründer der Invictus Games begleitet Prinz Harry, der selbst als Soldat in Afghanistan im Einsatz war, die Spiele in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt bis zu ihrem Abschluss am Samstag kommender Woche.
Am Samstagabend waren Prinz Harry und Verteidigungsminister Pistorius außerdem Gäste im ZDF-"Sportstudio", wo Pistorius Harry im Torwandschießen schlug. Harry bedankte sich dort für den "warmen Empfang" in Düsseldorf. Dass im Laufe der Zeit weitere Nationen und immer mehr Teilnehmende bei den Invictus Games dazugekommen seien, sei "fantastisch". Mit den Wettkämpfen für Kriegsversehrte sei eine Plattform geschaffen worden, "dass diese Menschen aufleben und sich entwickeln können".
Pistorius sagte in der ZDF-Sendung, es sei "unsere Aufgabe" dafür zu sorgen, dass die bei Einsätzen verletzten und getöteten Soldaten "geehrt, geachtet und aufgefangen werden". Dies sei etwas, "was wir in Deutschland noch deutlich verbessern können". Pistorius will bis zum Ende der Spiele ebenfalls einige Wettkämpfe besuchen.
H.Romero--AT